Vor dem Hintergrund wachsender sozialer Ungleichheit, steigender Mieten und der Klimakrise will das Bündnis „Stadt für Alle“ deutlich machen, dass Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit zentrale Themen der Kommunalwahl und für den künftigen Stadtrat sind: Sie müssen in der gesamten Amtszeit eine wichtige Rolle spielen, betont das Bündnis, dem mehr als 80 Münchner Organisationen angehören. Ihre gemeinsame Vision für die Zukunft: ein lebenswertes München für alle.
In sechs Jahren soll sich die Stadt ruhiger, grüner und sozialer anfühlen. Wohnen soll bezahlbar und sicher sein, Quartiere sollen Begegnung ermöglichen, Stadtnatur soll geschützt und erlebbar sein. Ernährung, Energie und Mobilität sollen Gesundheit, Klimaschutz und soziale Teilhabe fördern. „Stadt für Alle“ versteht diese Vision als positiven Impuls für die Stadtpolitik – für eine Zukunft, die nicht laut sein muss, um spürbar zu sein. Die Forderungen sollen nach der Wahl in Gespräche mit der Stadtpolitik eingebracht und über die gesamte sechsjährige Amtsperiode begleitet werden.
„Die Münchnerinnen und Münchner wissen am besten, was sich in ihrer Stadt verändern muss, damit sie langfristig lebenswert für alle ist”, findet Bündniss-Sprecherin Fenya Kirst (Protect the Planet). „Unsere Forderungen sind konkret, umsetzbar und realistisch: München hat so viel Potenzial, das müssen wir nutzen!“
Im Bereich Wohnen und Bauen entstehen rund 40 % der Treibhausgas-Emissionen - zur einen Hälfte durch den Energieverbrauch von Gebäuden, zur anderen Hälfte durch das Bauen selbst. Gleichzeitig ist das Thema Wohnen eines der drängendsten sozialen Problemfelder, weil verfügbarer Wohnraum immer knapper wird und die Mieten immer weiter steigen. Deshalb gilt es, auf kommunaler Ebene möglichst viel des bestehenden Raums als Wohnraum (um-) zu nutzen bzw. zu sanieren, Gebäude aufzustocken, Leerstand zu beenden sowie möglichst wenig Gebäude abzubrechen.
Durch gezielte Planung könne München nachhaltiger gestaltet werden. Hitzeschutz und Temperaturregulierung durch Grünflächenplanung und Wassermanagement sorgen für lebenswerte und klimaresiliente Städte. Neubauten auf Grünflächen werden abgelehnt.
Stadtteilzentren sollen Orte der Begegnung und des Verweilens sein, insbesondere wenn sie nicht ausschließlich für den Autoverkehr oder als Parkraum ausgelegt und gestaltet sind. Das Bündnis will „Superblock”s in jedem Stadtbezirk, • Ausweitung verkehrsberuhigter Zonen und Umwandlung von Parkraum in Aufenthaltsflächen.
Der ÖPNV soll massiv ausgebaut und bezahlbar werden (Takte verdichten, Linien erweitern, Barrierefreiheit herstellen, 365 Euro-Ticket für alle), das Fahrrad Vorfahrt bekommen.
Stadt für Alle ist ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis. Unter den Partnern sind: