Ob bedornt, behaart, kugelig oder säulenförmig – Sukkulenten sind wahre Meister der Anpassung. Die dreisprachige Sonderausstellung „Succu …was?“ im Botanischen Garten Nymphenburg nimmt Besucherinnen und Besucher vom 13. Mai bis 23. August mit in die erstaunliche Welt dieser beeindruckenden Pflanzen.
Die Ausstellung, eine Leihgabe der Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran, zeigt eindrucksvoll die Vielfalt sukkulenter Pflanzen – von bekannten Vertretern wie Kakteen, Agaven und Aloen bis hin zu überraschenden Nutzpflanzen. Ihre raffinierten Anpassungen ermöglichen es Sukkulenten, extreme Bedingungen wie Hitze, Trockenheit oder auch Kälte zu überstehen – anschaulich wird gezeigt, wie sie das tun.
An mehreren Stationen im Garten können Gäste die besonderen Eigenschaften dieser Pflanzen entdecken: Im Kassengebäude stehen vier ausgewählte sukkulente Pflanzen im Fokus, die Menschen bereits seit langer Zeit für sich nutzen.
Der „Weg der Rekorde“ führt durch das Gewächshaus. Hier begegnen Besucherinnen und Besucher nicht nur beeindruckenden Extremleistungen der Sukkulenten, sondern auch bekannten Nutzpflanzen, die viele überraschen dürften: Denn auch Ananas, Vanille und Drachenfrucht zählen zu den Sukkulenten.
Das Herzstück der Ausstellung befindet sich im Grünen Saal am Ende des Gewächshauses. Hier erhalten Interessierte spannende Einblicke in die Botanik der Sukkulenten: von ihrem inneren und äußeren Aufbau über ihre fast weltweite Verbreitung bis hin zu ihren vielfältigen und teilweise auch bizarren Anpassungsstrategien.
Die Ausstellung ist ab Mittwoch, 13. Mai, zu sehen und richtet sich an ein breites Publikum und begeistert Pflanzeninteressierte ebenso wie Familien mit Kindern – mit ungewöhnlichen Formen und überraschenden Entdeckungen.
Der Botanische Garten München-Nymphenburg ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet, die Gewächshäuser schließen um 17.30 Uhr (letzter Eintritt 17 Uhr). Es gilt der Eintrittspreis für Sonderausstellungen: regulär 6,50 , ermäßigt 4,50 Euro. Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt. Jugendliche unter 17 Jahren und Schüler erhalten ermäßigten Eintritt.
Der Botanische Garten München-Nymphenburg zählt mit einer Fläche von 21,2 Hektar und über 350.000 Besuchenden im Jahr zu den bedeutendsten Botanischen Gärten in der Welt. 16.240 Arten und Unterarten werden hier kultiviert. Die den Gästen zugänglichen Teile des Gewächshauskomplexes umfassen etwa 4.500 m² Fläche. Der Botanische Garten mit seiner Außenstation bei Garmisch-Partenkirchen, dem Alpengarten auf dem Schachen, ist eingebunden in nationale und internationale Forschungsprojekte, denen er wichtiges Material und Beobachtungsdaten liefert. Zudem dient er dem Erhalt seltener europäischer Pflanzen- und Insektenarten.