Die 70. Auflage des Rennens um den Goldenen Ski der Stadt Dachau fand in Sonnenbichl in Bad Wiessee statt. Leider war die Ausgabe des traditionsreichen Dachauer Skirennens durch Dauerregen bei eher milden Temperaturen geprägt. Dadurch zeigte sich die Piste „glatt” und war durchaus herausfordernd. Es galt, die Kanten gefühlvoll einzusetzen. Mit zunehmendem Rennverlauf wurden die Spurrinnen tiefer.
Den ersten Durchgang, als Riesenslalom vom Streckenchef des Ski-Clubs, Werner Polt, ausgeflaggt, konnte Sophia Schnitzke vom TSV Karlsfeld als Laufbeste bei den Damen abschließen. Bemerkenswert ist ihre Leistung als U14-Läuferin, die Klara Baltes vom GSC fast zwei Zehntelsekunden abnehmen konnte. Bei den Herren lag Lukas Ganser vom GSC zur Halbzeit vorne. Anton Burgmair vom SC Indersdorf folgte bereits mit einigem Abstand.
Der zweite Durchgang wird traditionell beim Goldenen Ski als Slalom gefahren. Die Rennläuferinnen und Rennläufer müssen sich dabei schnell auf die engeren Torabstände und die weniger häufig trainierte Slalomtechnik umstellen. Die zunehmend weicher werdende Piste verlangte ihnen alles fahrerische Können ab, zumal der „Sonnenbichl” als Slalomhang ohnehin nicht zu unterschätzen ist. Sophia Schnitzke fuhr sicher und fehlerfrei, sodass sie ihren Vorsprung weiter ausbauen konnte. Sie wurde klare Siegerin des Goldenen Skis bei den Damen und insgesamt Tagesschnellste aller Klassen. Auch Lukas Ganser erzielte im Slalom Bestzeit, baute seinen Vorsprung weiter aus und gewann souverän den Goldenen Ski bei den Herren.
Die besondere Herausforderung des Rennens liegt in der Kombination aus Riesenslalom und Slalom. Die Rennläuferinnen und Rennläufer müssen sich für den zweiten Durchgang — den Slalom — schnell auf eine andere Technik einstellen, was besonders anspruchsvoll ist, da Slalom vergleichsweise selten trainiert wird. Anton Reiter, 1. Vorsitzender des SC Dachau, übernahm mit dem Sportreferenten der Stadt Dachau, Günter Dietz, die Siegerehrung. Sie bedankten sich bei allen Helferinnen und Helfern des SC Dachau für die reibungslose und professionelle Durchführung des Rennens, insbesondere bei Dani Fuchs, die den organisatorischen Part innehatte, bei Dominik Hermann für die zuverlässige Zeitnahme sowie bei allen Rennfahrerinnen und Rennfahrern der teilnehmenden Skiclubs für die engagierte Teilnahme.