Red Hand Day an der Helen-Keller-Realschule

450 rote Handabdrücke zieren nun die Gänge der Helen-Keller-Realschule – ein sichtbares Zeichen für Frieden und für Kinderrechte. (Foto: Helen-Keller-Realschule)
450 rote Handabdrücke zieren nun die Gänge der Helen-Keller-Realschule – ein sichtbares Zeichen für Frieden und für Kinderrechte. (Foto: Helen-Keller-Realschule)
450 rote Handabdrücke zieren nun die Gänge der Helen-Keller-Realschule – ein sichtbares Zeichen für Frieden und für Kinderrechte. (Foto: Helen-Keller-Realschule)
450 rote Handabdrücke zieren nun die Gänge der Helen-Keller-Realschule – ein sichtbares Zeichen für Frieden und für Kinderrechte. (Foto: Helen-Keller-Realschule)
450 rote Handabdrücke zieren nun die Gänge der Helen-Keller-Realschule – ein sichtbares Zeichen für Frieden und für Kinderrechte. (Foto: Helen-Keller-Realschule)

Die städtische Helen-Keller-Realschule hat vor kurzem erneut ein sichtbares Zeichen für Frieden und Kinderrechte gesetzt. Der Anlass war der internationale Red Hand Day, der jedes Jahr am 12. Februar an das Schicksal von Kindersoldaten erinnert. Schülerinnen und Schüler sammelten 450 rote Handabdrücke und übergaben diese symbolisch im Bayerischen Landtag.

Weltweit werden nach Schätzungen der Vereinten Nationen zehntausende von Kindern in bewaffneten Konflikten eingesetzt – als Kämpfer, Spione, Träger oder in anderen durch Zwang zugewiesenen Rollen. Beispiele für den massiven Einsatz von Kindersoldaten finden sich in aktuellen Konflikten in der DR Kongo oder in Ruanda. Der Red Hand Day macht darauf aufmerksam und fordert, den Einsatz von Kindersoldaten zu stoppen. Anlass für den internationalen Gedenktag war das Inkrafttreten des Fakultativprotokolls über die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten zur UN-Kinderrechtskonvention am 12. Februar 2002.

Bereits zum dritten Mal hat die Helen-Keller-Realschule im Februar ihren eigenen Red Hand Day durchgeführt. Die Schule befindet sich ursprünglich in der Fürkhofstraße im Stadtbezirk Bogenhausen. Wegen der laufenden Sanierung und Erweiterung des Gebäudes hat sie im September 2022 das Interimsgebäude in der Oettingenstraße im Lehel bezogen. Die Helen-Keller-Realschule engagiert sich in mehreren Projekten, unter anderem beim Kampf gegen Cybermobbing.

450 Handabdrücke gesammelt

Im Rahmen der Aktion waren Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte eingeladen, ihre roten Handabdrücke auf Papierbögen zu setzen und sie mit Sprüchen, Friedenswünschen oder persönlichen Botschaften zu versehen. Alle wollten damit ein gemeinsames Zeichen für Menschlichkeit gestalten. Insgesamt kamen 450 Handabdrücke zusammen, die anschließend an den Münchner Landtagsabgeordneten Benjamin Adjei übergeben wurden. Der Grünen-Politiker betonet, die Handabdrücke stellvertretend für den Bayerischen Landtag entgegenzunehmen und versprach, das Anliegen der Realschule an das Parlament weiterzutragen. Die 450 Blätter wurden dabei nur symbolisch an Adjei übergeben – die Originale zieren nämlich nun das Schulgebäude in der Oettingenstraße.

Fragerunde mit Abgeordnetem

Taraf, der Medienscout der Helen-Keller-Realschule, führte mit Benjamin Adjei außerdem ein Interview zum Thema Kindersoldaten und sprach über die politischen Möglichkeiten, Kinderrechte international zu stärken. Die Schülerinnen und Schüler der zehnten und siebten Klasse nutzten eine offene Fragerunde, um mit dem Münchner Abgeordneten über Politik ins Gespräch zu kommen. Mit ihrem eigenen Red Hand Day möchte die Helen-Keller-Realschule zeigen, dass Aufklärung und Mitgefühl Hand in Hand gehen – und zwar wortwörtlich.

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