Zehn Schüler der Karl-Meichelbeck-Realschule Freising erhielten im Bildungszentrum Gartenstraße einen direkten Einblick in den Arbeitsalltag der Lebenshilfe.
„Sozialer Bereich? Eher nichts für mich.“ Mit dieser Haltung kamen viele der zehn Realschüler der Abschlussklasse ins Bildungszentrum der Lebenshilfe Freising. Zwei Stunden später klang das schon anders.
Der Besuch fand im Rahmen des Wahlpflichtfachs „Beruf – live und vor Ort in der realen Arbeitswelt erleben“ statt.
Zu Beginn des Termins stellten Karin Zell, Referentin für Aus- und Weiterbildung, sowie Nadine Notka aus dem Bewerbermanagement die Lebenshilfe Freising und ihre Ausbildungswege vor. Dabei ging es vor allem um die Berufe Erzieher und Heilerziehungspfleger sowie um die Möglichkeiten eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ).
Für viele der Jugendlichen war das Neuland. In der Vorstellungsrunde zeigte sich, dass sich zunächst nur eine Schülerin konkret für eine Ausbildung im sozialen Bereich interessierte. Handwerk.
Beim anschließenden Rundgang konnten die Jugendlichen direkt in den Alltag der Einrichtungen eintauchen. In kleinen Gruppen schnupperten die Schüler anschließend in den Alltag der Einrichtungen hinein und konnten dabei unmittelbare Eindrücke sammeln.
Dabei konnten sie direkt erleben, wie vielfältig die pädagogische Arbeit ist. Gespräche mit Kindern und Jugendlichen, gemeinsames Spielen oder spontane Alltagssituationen gaben den Jugendlichen einen authentischen Eindruck davon, wie Beziehung, Förderung und Begleitung im Alltag zusammenkommen.
Diese direkten Begegnungen machten für viele den Unterschied: Aus einer zunächst eher abstrakten Vorstellung eines sozialen Berufs wurde ein konkreter Eindruck davon, wie der Arbeitsalltag tatsächlich aussieht.
In der abschließenden Feedbackrunde wurde deutlich, dass der Besuch bei vielen einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.
Bei einigen Jugendlichen hat der Einblick einen Perspektivwechsel ermöglicht und Interesse am sozialen Bereich geweckt. Auch praktische Fragen kamen zur Sprache, etwa zur Finanzierung der Angebote oder dazu, wie viele Kinder mit Unterstützungsbedarf von der Lebenshilfe begleitet werden.
Die Lebenshilfe Freising bietet jungen Menschen verschiedene Möglichkeiten, den sozialen Bereich kennenzulernen, etwa durch Praktika, ein Freiwilliges Soziales Jahr oder eine Ausbildung. Wer diesen Weg einschlägt, hat beste Chancen, nach der Ausbildung übernommen zu werden und langfristig Teil der Organisation zu bleiben.