„Neugier ist der beste Treibstoff für Innovation”

Hier stehen Bayerns junge Forschertalente im Rampenlicht. Die Rede ist vom renommierten Landeswettbewerb „Jugend forscht“, der in diesem Jahr in die 61. Runde geht. Nun wurden nun die diesjährigen Siegerinnen und Sieger sowie die besten Projektgruppen für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet. Unter ihnen ist Achilleas Sarakatsanis (Erasmus-Grasser-Gymnasium), der den ersten Platz im Bereich Geo- und Raumwissenschaften errang.

Vorbild für andere

Bayerns Kultusministerin Anna Stolz freute sich mit den Gewinnerinnen und Gewinnern: „Neugier ist der beste Treibstoff für Innovation – das haben die genialen Ideen beim diesjährigen Landeswettbewerb ‚Jugend forscht‘ wieder einmal gezeigt. Wer heute experimentiert und Mut hat, Neues auszuprobieren, der prägt die Welt von morgen. Ich gratuliere allen Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforschern ganz herzlich zu ihrem tollen Erfolg. Euer Forschergeist ist eure Superkraft und Vorbild für andere! Mein Dank gilt besonders auch allen Lehrkräften, denn sie geben den nötigen Rückenwind für ganz große Leistungen!“
Auch Dr. Wolfgang Mutter, der als Leiter der Gymnasialabteilung im Kultusministerium in diesem Jahr Siegerinnen und Sieger auf der Veranstaltung auszeichnete,gratulierte den Gewinnerinnen und Gewinnern: „Die präsentierten Schülerarbeiten machen deutlich: Junge Menschen bringen sich aktiv in die Gestaltung unserer Zukunft ein − insbesondere durch ihre Stärke in den MINT-Fächern. Dabei erwerben sie sich Kompetenzen, die sie selbst voranbringen und die wir alle dringend für Innovation und Fortschritt brauchen. Ich ermutige alle jungen Forscherinnen und Forscher, ihren Weg weiterzugehen und drücke ihnen für das Bundesfinale Ende Mai ganz fest die Daumen.“
Die diesjährigen Landessiegerinnen und Landessieger werden ihre Projekte vom 28. bis 31. Mai beim Bundeswettbewerb in Herzogenaurach präsentieren. Dort werden die Bundessiegerinnen bzw. Bundessieger gekürt und zahlreiche Sonderpreise vergeben.

Zum Forschen motivieren

Der diesjährige Wettbewerb „Jugend forscht“ für die Altersstufe 15 bis 21 Jahre steht unter dem Motto „Maximale Perspektive“. Hierzu konnten Einzel- oder Gruppenbeiträge (max.drei Mitglieder) in einem der sieben Fachgebiete „Arbeitswelt“, „Biologie“, „Chemie“, „Geo- und Raumwissenschaften“, „Mathematik/Informatik“ sowie „Physik“ und „Technik“ eingereicht werden. Die ausgezeichneten Landessiegerinnen und Landessieger können sichüber Geld- und Sachpreise freuen. Das bayerische Kultusministerium will Schülerinnen und Schüler verstärkt zum Forschen motivieren und stellt für die Wettbewerbsrunden in Bayern sowohl personelle als auch finanzielle Ressourcen zur Verfügung.

Wechselwirkende Galaxien simulieren

Achilleas Sarakatsanis wurde für die Entwicklung eines IC-Generators zur Simulation wechselwirkender Galaxien ausgezeichnet. Ziel seines Projektes ist es, einen Initial-Conditions-Generator für Spiralgalaxien vom Typ Sa zu entwickeln und in Java zu implementieren. Es gilt, realistische Startpositionen und Geschwindigkeiten für rein gravitative N-Body-Simulationen, basierend auf physikalisch fundierten Dichteprofilen für Halo, Bulge und Scheibe zu erzeugen. Gasdynamik wird bewusst nicht berücksichtigt (collisionless Ansatz). Der Generator soll in eigenen Simulationen wechselwirkender Galaxien Anwendung finden und die Ergebnisse können zur Beurteilung der Qualität der erzeugten Anfangsbedingungen beitragen.

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