Am Montag, 26. Oktober, gegen 15.30 Uhr kontaktierte ein bislang unbekannter Täter eine über 80-Jährige telefonisch. Der Anrufer gab sich als Beamter der Verkehrspolizei aus und behauptete, dass der Sohn der Seniorin einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem eine schwangere Frau verletzt worden sei und ihr Kind verloren habe.
Im weiteren Gespräch verlangte der Anrufer eine Kaution in Höhe von 80.000 Euro. Als die über 80-Jährige angab, nicht so viel Geld im Haus zu haben, einigte man sich auf die Übergabe eines niedrigeren Betrages. Noch während des andauernden Gesprächs kam ein weiterer bislang unbekannter Täter zur Wohnung der über 80-Jährigen. Diesem Mann übergab die Seniorin Wertgegenstände in einem niedrigen fünfstelligen Betrag.
Nach der Übergabe entfernte sich der Abholer in unbekannte Richtung und der Anrufer beendete das Telefonat, welches etwa 30 Minuten angedauert hatte. Kurz nach der Tat verständigte die über 80-Jährigen ihren Enkel, wodurch der Betrug erkannt wurde. Der Enkel verständigte den Polizeinotruf 110. Trotz umgehend eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen konnte kein Täter mehr angetroffen werden.
Täterbeschreibung:
männlich, circa 35 Jahre alt, circa 175 bis 180 cm groß, bekleidet mit einer schwarzen Strickmütze, dunkelgrauer Anorak, schwarze Hose, halbhohe dunkle Stiefel
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Effnerstraße, Mahirstraße, Ortnitstraße, Normannenstraße und Englschalkinger Straße (Bogenhausen) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089/29100, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.