Veröffentlicht am 14.10.2026 12:08

Das erste in der Stadt: ASZ Milbertshofen wird 50 Jahre alt

Sie hatten Grund zum Feiern: (v.l.) Gabriele Tomsche (Seniorenbeirätin Stadtbezirk 11), Constanze Lindner-Schädlich (Vorsitzende AWO-Ortsverein Milbertshofen), Hans Kopp, Alexandra Eichinger (Leitung ASZ-Milbertshofen) und Florian von Brunn. (Foto: AWO München-Stadt)
Sie hatten Grund zum Feiern: (v.l.) Gabriele Tomsche (Seniorenbeirätin Stadtbezirk 11), Constanze Lindner-Schädlich (Vorsitzende AWO-Ortsverein Milbertshofen), Hans Kopp, Alexandra Eichinger (Leitung ASZ-Milbertshofen) und Florian von Brunn. (Foto: AWO München-Stadt)
Sie hatten Grund zum Feiern: (v.l.) Gabriele Tomsche (Seniorenbeirätin Stadtbezirk 11), Constanze Lindner-Schädlich (Vorsitzende AWO-Ortsverein Milbertshofen), Hans Kopp, Alexandra Eichinger (Leitung ASZ-Milbertshofen) und Florian von Brunn. (Foto: AWO München-Stadt)
Sie hatten Grund zum Feiern: (v.l.) Gabriele Tomsche (Seniorenbeirätin Stadtbezirk 11), Constanze Lindner-Schädlich (Vorsitzende AWO-Ortsverein Milbertshofen), Hans Kopp, Alexandra Eichinger (Leitung ASZ-Milbertshofen) und Florian von Brunn. (Foto: AWO München-Stadt)
Sie hatten Grund zum Feiern: (v.l.) Gabriele Tomsche (Seniorenbeirätin Stadtbezirk 11), Constanze Lindner-Schädlich (Vorsitzende AWO-Ortsverein Milbertshofen), Hans Kopp, Alexandra Eichinger (Leitung ASZ-Milbertshofen) und Florian von Brunn. (Foto: AWO München-Stadt)

Die Alten- und Service-Zentren (ASZ) sind aus München nicht wegzudenken, ohne sie wäre die Stadt sozial ärmer und kaum vorstellbar. Sie zählen zu den wichtigsten Anlaufstellen für ältere Menschen im jeweiligen Viertel. Begonnen hat diese Erfolgsgeschichte vor 50 Jahren. Oberbürgermeister Georg Kronawitter und Bundesminister Hans Jochen-Vogel eröffneten damals in der Schleißheimer Straße eine Senioreneinrichtung mit Wohnanlage – ein bedeutender Schritt für die offene Altenhilfe in München. Weitere Wohnanlagen folgten und mittlerweile hat die Stadt 34 Alten- und Servicezentren.

Möglichst lange selbständig bleiben

In den 50 Jahren wurde natürlich an dem Konzept gefeilt. Man hat es an die jeweiligen Begebenheiten angepasst, aber es geht immer noch um denselben Kern: in den ASZ sollen ältere Menschen im Viertel die Unterstützung finden, die sie brauchen, um so lange wie möglich ihr Leben selbstständig gestalten zu können. Dazu werden Beratungen angeboten, man kann an Kursen und Sportangeboten teilnehmen, Vorträge hören und Ausflüge machen. Und natürlich gibt es den kostenfreien oder günstigen Mittagstisch: 11.000 Essen wurden im Jahr 2025 ausgegeben. Für manche ist es die einzige warme Mahlzeit, andere freuen sich, endlich mal in Gemeinschaft essen zu können.

Wichtige Anlaufstelle im Stadtteil

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) München Stadt ist Trägerin des ASZ Milbertshofen. Zusammen mit Gästen, unter anderem aus der Stadtpolitik, feierte sie das 50-jährige Jubiläum ausgiebig. Christian Köning, Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat, der in Vertretung des Oberbürgermeisters gekommen war, sagte bei seinem Grußwort: „Jeder Mensch, der hier eintritt, soll sich willkommen fühlen, soll wissen, dass er zählt, das er dazu gehört! Das ermöglichen Sie und Ihr Team.” An die 12.000 Menschen im Alter von über 65 Jahren mit unterschiedlichsten Biografien leben in Milbertshofen. Für sie ist das ASZ in der Schleißheimer Straße 378 eine wichtige Anlaufstelle. Auch Florian von Brunn, MdL und Vorsitzender AWO München-Stadt, lobte die Arbeit, die vom ASZ-Team geleistet wird: „Sie sind geduldig und verlässlich, sie zeigen immer Haltung und bieten den Menschen einen Ort, an dem sie sich willkommen und zu Hause fühlen können”, betonte er.

Appell an Politik gerichtet

Er und Geschäftsführer Hans Kopp hoben die Wichtigkeit der Alten- und Service-Zentren hervor und forderten eine klare politische Haltung zu diesen Einrichtungen: „Im Alter hat man es verdient, gut leben zu können, daran muss man denken, wenn man über Kürzungen in der Rente und bei der Pflege spricht!“ Diese Einrichtungen arbeiten präventiv und leider werde präventiver Arbeit, der Wert, der ihr gebührt oft nicht zugeschrieben.

Fotos und Film

Das ASZ Milbertshofen hat über das ganze Jahr verteilt immer wieder Veranstaltungen zum Jubiläum durchgeführt. Mit der offiziellen Jubiläumsfeier hat sich nun der Reigen geschlossen. Bleiben werden eine Fotoausstellung und ein Film über die Einrichtung, bei dem die Besucher des ASZ als Schauspieler fungiert haben. Was bleibt ist auch das Wissen, dass es gute Seniorenarbeit im Viertel gibt.

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