Am Dienstag, 7. Juli, kontaktierte der spätere Tatverdächtige, ein 28-jähriger Mann, einen über 80-Jährigen. Am Telefon gab er sich als Mitarbeiter einer Teppichfirma aus und sagte, dass er Teppiche für eine Geschäftseröffnung ankaufe. Nach einiger Zeit beendete er das Telefongespräch.
Da der über 80-Jährige einen Betrug vermutete, informierte er den Polizeinotruf, weshalb weitere Ermittlungen durch das Kommissariat 55 eingeleitet wurden. Trotz seines unguten Gefühls vereinbarte der über 80-Jährige einen Termin mit dem vermeintlichen Teppichhändler für den Folgetag, da die ihm angebotene Summe zu verführerisch war.
Am Mittwoch, 8. Juli, gegen 12.50 Uhr, traf der 28-Jährige bei seinem Opfer ein. Direkt zu Beginn des Verkaufsgesprächs an der Eingangstür sagte der Tatverdächtige, dass der Ankauf nur stattfinde, wenn der über 80-Jährige ihm auch Gold und Schmuck zeige. Dies war jedoch nur ein Vorwand, um in die Wohnung zu gelangen.
Mehrere zivile Polizeibeamte, die das Anwesen überwachten, nahmen den 28-Jährigen in diesem Moment fest. Anschließend wurde mit Antrag der Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Mannes beantragt. Bei der Durchsuchung der Wohnung wurden verschiedene Gegenstände sichergestellt, die laut Polizei mit „gleichgelagerten Delikten in Verbindung stehen”.
Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde der 28-Jährige wieder entlassen. Die weiteren Ermittlungen wegen des versuchten Trickdiebstahls werden vom Kommissariat 55 geführt.