Veröffentlicht am 29.09.2026 09:36

München Klinik Bogenhausen: Weltweit erste Nebennieren-Entfernung in Bauchlage

In der München Klinik Bogenhausen weltweit erstmals eine Nebennierenentfernung mit dem Shurui-System in Bauchlage durchgeführt. Der Operateur Ayman Agha steuerte das System von einer Konsole aus. (Foto: München Klinik)
In der München Klinik Bogenhausen weltweit erstmals eine Nebennierenentfernung mit dem Shurui-System in Bauchlage durchgeführt. Der Operateur Ayman Agha steuerte das System von einer Konsole aus. (Foto: München Klinik)
In der München Klinik Bogenhausen weltweit erstmals eine Nebennierenentfernung mit dem Shurui-System in Bauchlage durchgeführt. Der Operateur Ayman Agha steuerte das System von einer Konsole aus. (Foto: München Klinik)
In der München Klinik Bogenhausen weltweit erstmals eine Nebennierenentfernung mit dem Shurui-System in Bauchlage durchgeführt. Der Operateur Ayman Agha steuerte das System von einer Konsole aus. (Foto: München Klinik)
In der München Klinik Bogenhausen weltweit erstmals eine Nebennierenentfernung mit dem Shurui-System in Bauchlage durchgeführt. Der Operateur Ayman Agha steuerte das System von einer Konsole aus. (Foto: München Klinik)

In den Operationssälen der München Klinik Bogenhausen gab es bereits die ein oder andere medizinische Weltpremiere: Im Jahr 2019 war es zum Beispiel zum ersten Mal gelungen, einen kompletten Lungenflügel ohne künstliche Beatmung zu entfernen. Nun folgte Pionierarbeit in der Allgemein- und Viszeralchirurgie: Anfang September wurde von Chefarzt Ayman Agha und seinem Team die weltweit erste Nebennierenentfernung (Adrenalektomie) mit dem Shurui-Robotersystem in Bauchlage durchgeführt.

Die München Klinik Bogenhausen nutzt als erste Klinik in Deutschland das neue Robotiksystem in den Fachbereichen der Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie in der Thoraxchirurgie. Die Besonderheit des Robotiksystems ist die Single-Port-Technologie, die bei der durchgeführten Nebennierenentfernung von entscheidendem Vorteil war. Für mehrere Zugänge wäre im Operationsgebiet aufgrund von Vernarbungen aus vorangegangenen Bauchoperationen kein Platz gewesen. Das System ermöglicht es, alle Instrumente mit nur einem Schnitt über einen einzigen Zugang einzuführen. Im Vergleich dazu benötigt das etablierte DaVinci-System bis zu vier Schnitte von fünf bis zwölf Millimetern.

Weniger Risiko bei Vernarbungen

Die genannte Operation wurde in Bauchlage durchgeführt. Über einen einzigen, 2,5 Zentimeter großen Zugang entfernte das Operationsteam eine 2,5 x 5 Zentimeter große Nebennierenmetastase eines kolorektalen Karzinoms (Darmkrebs). Der Zugang verlief hinter dem Bauchfell und umging so die Bauchhöhle, was bei Patienten mit bestehenden Vernarbungen das operative Risiko reduzieren kann.

„Ein erster Fall bleibt ein erster Fall, aber er zeigt uns: Es ist technisch sehr gut möglich. Insbesondere für Patienten mit vorangegangenen Bauchoperationen eröffnet das Shurui-System neue Möglichkeiten”, sagt Professor Ayman Agha, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, München Klinik Bogenhausen: „Mein Dank gilt dem gesamten Team: der Anästhesie, der OP-Pflege, unseren Robotik-Koordinatoren und meinen chirurgischen Kollegen.“

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