Berührungsängste abbauen: Hospiz- und Palliativwoche informiert

Mit den Themen Sterben, Tod und Trauer beschäftigt sich die 2. Hospiz- und Palliativwoche. (Foto: Erwin Wodicka/Model Colourbox.com)
Mit den Themen Sterben, Tod und Trauer beschäftigt sich die 2. Hospiz- und Palliativwoche. (Foto: Erwin Wodicka/Model Colourbox.com)
Mit den Themen Sterben, Tod und Trauer beschäftigt sich die 2. Hospiz- und Palliativwoche. (Foto: Erwin Wodicka/Model Colourbox.com)
Mit den Themen Sterben, Tod und Trauer beschäftigt sich die 2. Hospiz- und Palliativwoche. (Foto: Erwin Wodicka/Model Colourbox.com)
Mit den Themen Sterben, Tod und Trauer beschäftigt sich die 2. Hospiz- und Palliativwoche. (Foto: Erwin Wodicka/Model Colourbox.com)

Sich mit den Themen Sterben, Trauer und Tod auseinanderzusetzen – dazu will die 2. Münchner Hospiz- und Palliativwoche anregen. Von Samstag, 10., bis Samstag, 17. Oktober, werden dabei mehr als 30 Veranstaltungen an verschiedenen Orten in der Stadt angeboten. Sie zeigen die Vielfalt der Hospiz- und Palliativversorgung und machen deutlich: Niemand muss den letzten Lebensabschnitt allein gehen. So lautet auch das Motto der Woche „Ich sterbe. Kommst Du?“

Themen, die alle betreffen

Oberbürgermeister Dominik Krause ist Schirmherr der 2. Münchner Hospiz- und Palliativwoche: „Sterben, Tod und Trauer sind Themen, die uns alle betreffen. Es ist mir ein großes Anliegen, dass wir diesen Themen gegenüber offen sind. Möglichst nicht erst dann, wenn sie uns selbst betreffen oder sie uns im persönlichen Umfeld begegnen. Ich freue mich, dass die 2. Münchner Hospiz- und Palliativwoche die Vielfalt der Hospizarbeit und Palliativversorgung in München sichtbar macht und die Bedeutung einer guten Begleitung am Lebensende noch mehr ins Bewusstsein rückt.“

Netzwerk im Gesundheitsreferat

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek erklärt: „2016 wurde das Hospiz- und Palliativnetzwerk München gegründet und im Gesundheitsreferat angesiedelt. Es setzt sich für die Verbesserung der Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen sowie ihrer An- und Zugehörigen ein und informiert die Öffentlichkeit über die Angebote der Hospiz- und Palliativversorgung. Gemeinsam hat es ein umfangreiches Programm für die 2. Münchner Hospiz- und Palliativwoche auf die Beine gestellt.”

Einrichtungen bei Veranstaltungen kennenlernen

Das Hospiz- und Palliativnetzwerk München möchte mit der Aktionswoche Berührungsängste abbauen und die vielfältigen Unterstützungsangebote für schwerkranke Menschen und ihre Angehörigen sichtbar machen. Es beteiligen sich viele verschiedene Einrichtungen, unter anderem Hospizvereine, Pflegeheime und Palliativstationen. Das Programm beinhaltet eine Kinomatinee, Vorträge, Workshops, Tage der offenen Tür, Lesungen und Ausstellungen. Dabei kann man die einzelnen Einrichtungen kennenlernen, Fragen stellen und mit Fachkräften sowie Ehrenamtlichen ins Gespräch kommen. Das Programm richtet sich an Interessierte aller Altersgruppen, unabhängig davon, ob sie selbst betroffen sind oder sich einfach frühzeitig mit den Themen Vorsorge, Begleitung und Abschied beschäftigen möchten.

Kostenfrei

Die meisten Veranstaltungen sind kostenfrei, einige Angebote erfordern aufgrund begrenzter Plätze eine Anmeldung. Das vollständige Programm sowie aktuelle Informationen, auch zur Anmeldung, sind unter www.hpn-muenchen.de/hospizwoche2026 zu finden.

    Hier eine Auswahl der Veranstaltungen der 2. Hospiz- und Palliativwoche:

    • Im Rio-Filmpalast, Rosenheimer Straße 46 (Haidhausen), wird am Samstag, 10. Oktober, als Matinee von 11.15 bis 13.45 Uhr der Film „Ich sterbe. Kommst Du?” gezeigt. Vor Ort sind Oberbürgermeister Dominik Krause und Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek sowie als Sprecher des Hospiz- und Palliativnetzwerks München, Bianca Haucke und Gregor Sattelberger. Platz ist für 350 Personen, eine Reservierung ist nicht möglich.
    • Für Sonntag, 11. Oktober, 14.30 bis 17.30 Uhr, wird zum „Café Kultursensibel” in den Seminarraum im 1. Obergeschoss der Karlstraße 56/ 58 (Maxvorstadt) eingeladen. Es wird ein bewegender Dokumentarfilm gezeigt und man kann sich über das Thema Alter, Abschied und Hoffnung in unterschiedlichen Kulturen austauschen. Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an die Adresse info@hospiz-da-sein.de; es ist aber auch eine spontane Teilnahme möglich.
    • An einer Führung durch die Räume des Christophorus-Hospizes, Effnerstraße 93 (Bogenhausen), kann man am Montag, 12. Oktober, von 10 bis 12 Uhr teilnehmen. Unter Telefon 089 / 13 07 87-40 oder per E-Mail an bildung@chv.org lässt sich die Anmeldung vornehmen.
    • Ebenfalls für Montag, 12. Oktober, 13.00 bis 15.30 Uhr, lädt die Alzheimer Gesellschaft München zu einem Kurzvortrag und einer Führung durch ihre Räume in der Josephsburgstraße 92 (Berg am Laim) ein. Man kann dabei Fragen zum Thema Demenz stellen und auch am Demenzsimulator erfahren, wie sich Menschen mit der Erkrankung fühlen. Eine Anmeldung ist nötig. Dazu steht die Adresse info@agm-online.de bereit.
    • Das Begegnungszentrum „JoMa” in der Regerstraße 70 (Au) lädt für Montag, 12. Oktober, zu einem Tag der offenen Tür ins Trauercafé ein. Dies ist ein Ort, wo sich Trauernde in zwangloser Atmosphäre und mit professioneller Begleitung über das, was sie gerade in der Trauer bewegt, austauschen können. Beginn ist um 14.30, Ende um 16.30. Eine Anmeldung ist nicht nötig.
    • Die Palliativstation der München Klinik Harlaching, Sanatoriumsplatz 2, veranstaltet am Montag, 12. Oktober, von 18 bis 20 Uhr einen Tag der offenen Tür. Dabei werden die Stationen vorgestellt, es wird über deren Aufgaben und Arbeitsweise informiert und die Besucher können Fragen stellen. Die Anmeldung ist unter Telefon 089/6210-70-837 oder an die E-Mail-Adresse hans.pohlmann@muenchen-klinik.de möglich und sollte bis Montag, 5. Oktober, erfolgen.
    • Den Ambulanten Hospizdienst der Caritas in der Kreittmayrstaße 29 (Maxvorstadt) kann man am Dienstag, 13. Oktober, von 15 bis 19 Uhr kennenlernen. Einfach ohne Anmeldung vorbeikommen.
    • Im Münchenstift-Haus an der Rümannstraße 60 (Schwabing-West) werden am Dienstag, 13. Oktober, von 16 bis 18 Uhr dessen Ansätze und Erfahrungen in der Palliativpflege vorgestellt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
    • Das Palliativteam München West, Bodenseestraße 216 (Pasing), erklärt bei einem Vortrag am Dienstag, 13. Oktober, von 18 bis 20 Uhr, wie man den oft bei fortgeschrittenen Tumorerkrankungen auftretenden Nervenschmerz frühzeitig erkennen kann. Die Anmeldung zu der Veranstaltung erfolgt per E-Mail an die Adresse qm@ptm-west.de.
    • Über das Thema Organspende und Patientenverfügung informiert ein Vortrag des Hospizvereins Ramersdorf/ Perlach am Mittwoch, 14. Oktober, von 18 bis 20 Uhr im Pfarrsaal von St. Stephan, Lüderstraße 12. Anmelden kann man sich per E-Mail an die Adresse kontakt@hospiz-rp.de oder unter der Telefonnummer 089 / 67 82 02 40.
    • Aus ihrem Buch „Am Ende zählt das Jetzt” lesen Michaela Bayer und Sara Loy am Mittwoch, 14. Oktober, in der Evangelischen Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Straße 24 (Altstadt). Beginn ist um 18 Uhr. Im Anschluss wird bis 20 Uhr die Möglichkeit angeboten, mit den Autorinnen sowie Vertretern des Hospiz- und Palliativvereins München ins Gespräch zu kommen. Die Anmeldung kann unter stadtakademie-muenchen.de/veranstaltung/am-ende-zaehlt-das-jetzt/ vorgenommen werden.
    • Über Sterben und Palliativversorgung im Pflegenheim wird im Evangelischen Pflegezentrum Westend,
      Leonhard-Henninger-Haus, Gollierstraße 75, am Freitag, 16. Oktober, von 10 bis 12 Uhr sowie von 13.30 bis 15.30 Uhr informiert. Es ist keine Anmeldung nötig.

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