Veröffentlicht am 28.08.2026 17:50

Großes Finale mit Musik auf zwei Orgeln

Die Markuskirche mit ihren zwei Instrumenten wird zum außergewöhnlichen Klangerlebnisraum des Orgelsommer-Abschlusskonzerts. (Foto: mha)
Die Markuskirche mit ihren zwei Instrumenten wird zum außergewöhnlichen Klangerlebnisraum des Orgelsommer-Abschlusskonzerts. (Foto: mha)
Die Markuskirche mit ihren zwei Instrumenten wird zum außergewöhnlichen Klangerlebnisraum des Orgelsommer-Abschlusskonzerts. (Foto: mha)
Die Markuskirche mit ihren zwei Instrumenten wird zum außergewöhnlichen Klangerlebnisraum des Orgelsommer-Abschlusskonzerts. (Foto: mha)
Die Markuskirche mit ihren zwei Instrumenten wird zum außergewöhnlichen Klangerlebnisraum des Orgelsommer-Abschlusskonzerts. (Foto: mha)

Einen festlichen Abschluss findet der 13. Münchner Orgelsommer am Sonntag, 13. September, mit einem Orgelspaziergang. Fünf Konzerte in fünf Münchner Kirchen laden Musikliebhaber zu einer klingenden Reise durch die Stadt ein. Das Angebot reicht von einer Orgelmatinee über ein Orgelpicknick bis hin zur Abendveranstaltung mit Orgelführung. An einem Nachmittag kann man verschiedene Kirchen und ihre klanglichen Besonderheiten kennenzulernen.

Fünf Stationen

Der Orgelspaziergang erstreckt sich über den ganzen Tag und bietet folgende Formate:

  • 11.30 Uhr: Orgelmatinee in St. Matthäus (Nussbaumstraße 1, Ludwigsvorstadt)
  • 13.00 Uhr: Orgelpicknick in der Erlöserkirche (Ungererstraße 13, Schwabing)
  • 15.00 Uhr: Musik auf zwei Orgeln in St. Markus (Gabelsbergerstraße 6, Maxvorstadt)
  • 17.00 Uhr: Orgelcafé in der Himmelfahrtskirche Sendling (Kidlerstraße 15)
  • 19.00 Uhr: Konzert mit Orgelführung in der Paul-Gerhardt-Kirche (Mathunistraße 23 – 27, Laim)

Weiter Informationen findet man unter der Adresse www.muenchner-orgelsommer.de.

Klang-Highlight in St. Markus

Höhepunkt der Veranstaltungsreihe ist das Konzert auf zwei Orgeln um 15 Uhr in St. Markus. Die beiden renommierten Münchner Organisten Michael Roth und Marcus Nelles bespielen die Ott-Orgel und die Steinmeyer-Orgel in dieser Kirche. Mit seinem vielseitigen Programm von Barock bis Spätromantik und der außergewöhnlichen Besetzung mit den zwei Orgeln verspricht das Konzert ein unvergessliches Hörerlebnis. Die besondere Akustik und die beiden prächtigen Instrumente tragen das ihre dazu bei. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei, Spenden werden erbeten.

Marcus Nelles beginnt das Konzert an der Ott-Orgel, auf der er Johann Sebastian Bachs Toccata, Adagio und Fuge C-Dur BWV 564 interpretiert. Anschließend vereinen sich die Klänge beider Markus-Orgeln beim vierhändigen Spiel: Der 3. Satz aus Gustav Mahlers I. Symphonie („feierlich und gemessen, ohne zu schleppen”) und der Choral „Jesus bleibet meine Freude” aus Bachs Kantate BWV 147 erklingen in doppelter Fülle.
Michael Roth präsentiert an der Steinmeyer-Orgel seine eigene Bearbeitung des Andante in Es-Dur aus Rachmaninows Cellosonate op. 19 – ein romantisches Klangjuwel in neuem Gewand. Den krönenden Abschluss bildet Richard Wagners „Vorspiel und Liebestod” aus „Tristan und Isolde”, ebenfalls in Michael Roths Bearbeitung für zwei Orgeln, und entführt das Publikum in die Klangwelten der Spätromantik.

Zwei Künstler an der Orgel

Marcus Nelles, geboren 1974 in Köln, spielt Orgel seit seinem 13. Lebensjahr. Dreimal wurde er Landessieger des Wettbewerbs „Jugend musiziert” und erhielt 1991 einen Sonderpreis beim I. Internationalen Wettbewerb für Junge Organisten in Ljubljana. Neben Jura studierte er an der Musikhochschule Köln Orgel. Seit 2004 ist er in München als Organist in Gottesdiensten und Konzerten tätig.

Michael Roth studierte in Weimar und München Kirchenmusik, Musiktheorie und Gehörbildung. Seit 2012 ist er Kantor an der Markuskirche und Dekanatskantor für München-Mitte. Als Leiter des Markus-Chores und Organist an den beiden Markus-Orgeln liegt ihm die Pflege der Tradition ebenso am Herzen wie das Einbringen neuer Elemente, Formen und Stile in Gottesdienste und Konzerte. Dabei reizt ihn die Gegenüberstellung von Alt und Neu, von Tradiertem und Modernem, von Bekanntem und Ungehörtem, von Komponiertem und Improvisiertem. Eine besondere Rolle spielt zudem die Improvisation, sowohl solistisch als auch zusammen mit anderen Musikern; hier hört man deutlich Einflüsse aus Jazz und Filmmusik. Im Frühjahr 2019 wurde Roth zum Kirchenmusikdirektor ernannt.

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