Veröffentlicht am 16.01.2026 10:09

Mit Geld vom Bund: Bezirkssportanlage Westpreußenstraße soll saniert werden

Hauptnutzer der Bezirkssportanlage Westpreußenstraße ist der SV Helios-Daglfing. Mit Fördergeld vom Bund soll die Anlage demnächst modernisiert werden. (Foto: bas)
Hauptnutzer der Bezirkssportanlage Westpreußenstraße ist der SV Helios-Daglfing. Mit Fördergeld vom Bund soll die Anlage demnächst modernisiert werden. (Foto: bas)
Hauptnutzer der Bezirkssportanlage Westpreußenstraße ist der SV Helios-Daglfing. Mit Fördergeld vom Bund soll die Anlage demnächst modernisiert werden. (Foto: bas)
Hauptnutzer der Bezirkssportanlage Westpreußenstraße ist der SV Helios-Daglfing. Mit Fördergeld vom Bund soll die Anlage demnächst modernisiert werden. (Foto: bas)
Hauptnutzer der Bezirkssportanlage Westpreußenstraße ist der SV Helios-Daglfing. Mit Fördergeld vom Bund soll die Anlage demnächst modernisiert werden. (Foto: bas)

Die Stadt München beteiligt sich mit einem breit angelegten Maßnahmenpaket am Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“. Ziel ist es, Sanierungen und Modernisierungen von kommunalen und vereinseigenen Sportanlagen umzusetzen. Betroffen ist davon auch die Bezirkssportanlage an der Westpreußenstraße.

Der Sportausschuss des Stadtrats hat die Bewerbung um die Bundesförderung nun bestätigt. Gefördert werden Sportanlagen von besonderer regionaler oder überregionaler Bedeutung, die überwiegend öffentlich nutzbar sind. Für das Förderprogramm stellt der Bund bundesweit 666 Millionen Euro zur Verfügung - ein Teil der sogenannten „Sportmilliarde” aus dem Sondervermögen zur Verbesserung der Infrastruktur. Der Bund beteiligt sich mit bis zu 45 Prozent an den zuwendungsfähigen Kosten, die Kommune trägt also mindestens 55 Prozent. Aktuell plant die Stadt München insgesamt Investitionen von rund 43,4 Millionen Euro.

Die Stadt bewirbt sich mit drei kommunalen Sportbauprojekten für eine Förderung durch den Bund. Zum einen soll die Bezirkssportanlage an der Westpreußenstraße umfassend modernisiert werden. Neben der Erneuerung von Kunstrasen- und Rasenspielfeldern sei hier nach Angaben der Stadt München die Modernisierung der Laufbahn und der technischen Ausstattung vorgesehen. „Besonderes Augenmerk liegt auf Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Inklusion”, heißt es in der Rathaus Umschau. Dass die Sportgaststätte erhalten bleibt, hat das Referat für Bildung und Sport bereits zugesichert.

„Sanierung immer wieder geschoben”

Die Anlage an der Westpreußenstraße ist ein zentraler Sportstandort im Stadtbezirk Bogenhausen. Genutzt wird sie von umliegenden Schulen sowie mehreren Vereinen. Bekannt ist die Sportanlage auch als Heimat des Traditionsvereins SV Helios-Daglfing, der über 20 Fußballmannschaften stellt. Weitere Nutzer sind der SV Akgüney Spor München sowie das Team München - der mit über 1000 Mitgliedern größte queere Sportverein Bayerns. „Die Sanierung wurde seit Jahren immer wieder geschoben und die Verhältnisse lassen teilweise gar keinen Spielbetrieb zu”, sagt Manuel Pretzl, Fraktionsvorsitzender der CSU im Stadtrat: „Die Fördergelder sind eine tolle Chance für Münchens Sportstätten – jetzt muss der Elfmeter in Berlin verwandelt werden!”

Das zweite kommunale Projekt, mit dem sich die Landeshauptstadt bewirbt, firmiert unter dem Namen „Bauprogramm Kunstrasenplätze”: Hierbei werden münchenweit nach und nach 35 bestehende Kunstrasenplätze ersetzt, die bislang mit Kunststoffgranulat gefüllt sind. Hintergrund ist ein EU-weites Verbot solcher Füllstoffe ab 2031. Die neuen Systeme setzen auf umweltfreundliche, zertifizierte Materialien wie Quarzsand oder Kork und Recyclingfähigkeit. Das erste Kunstrasenpaket umfasst fünf Plätze an drei Standorten (in Neuperlach, Moosach und Feldmoching) und soll einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von Mikroplastik sowie zur langfristigen Sicherung des Sportbetriebs leisten.

Als drittes Projekt möchte die Stadt außerdem die Freisportanlage an der Aubinger Straße in Pasing modernisieren. Allein die drei kommunalen Projekte summieren sich auf ein finanzielles Volumen von rund 30 Millionen Euro. Hinzu stehen noch kleinere Bauvorhaben wie Kunstrasen, Flutlichter und Spielfelder an, auch bei vereinseigenen, aber öffentlich nutzbaren Sportanlagen wie beim MTV München und bei der DJK Fasangarten. Dazu kommen der Hallenabriss und der Neubau einer Kaltlufthalle beim zweifachen deutschen Hallenhockeymeister Münchner SC in der Lerchenau - eines der Leistungszentren des Deutschen-Hockey-Bundes in Kooperation mit dem Olympiastützpunkt Bayern.

Modern, inklusiv und nachhaltig

„Sportstätten sind Orte der Begegnung, der Bewegung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Mit der Bewerbung zum Bundesprogramm arbeiten wir gezielt daran, eine moderne, nachhaltige und inklusive Sportinfrastruktur für München bereitzustellen”, erklärt Sportreferent Florian Kraus: „Die Projekte zeigen, wie wir kommunale Anlagen und Vereinsanlagen gemeinsam weiterentwickeln und möglichst niedrigschwellige Sportangebote für alle Münchnerinnen und Münchner langfristig sichern.“

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