„Nichts für schwache Nerven – aber für starke Lachmuskeln”, so beschreibt das Artikult-Theater das Stück „Herr Kolpert – Manche Gespräche enden tödlich”, das mehrmals in München sowie in Dachau aufgeführt wird. Tickets zum Preis von 12 bis 22 Euro sind im Vorverkauf unter den Adressen ticket81.tickethome.at/suche/Kolpert oder www.yesticket.org/events/de/artikulttheater-muenchen-ev/ erhältlich. Das Ensemble des ArtikultTheaters setzt sich aus Halbprofis und professionellen Schauspielern zusammen. Das Stück wurde 2000 von dem deutschen Dramatiker David Gieselmann geschrieben und in London uraufgeführt.
Ein entspannter Abend unter Freunden: Sarah und Ralf haben Edith und Bastian zum Essen eingeladen. Ein bisschen plaudern, ein paar Drinks, Pizza aus dem Karton – was soll da schon schiefgehen? Eine ganze Menge, wie sich herausstellt. Denn mitten im Wohnzimmer steht eine Truhe, die viel zu auffällig ist, um einfach nur ein Möbelstück zu sein. Und dann eröffnen Sarah und Ralf ihren Gästen ganz nebenbei: „Da liegt Herr Kolpert drinnen“. Ja, genau. Umgebracht. Heute. In dieser Wohnung.
Die Reaktion darauf? Ungläubiges Lachen, nervöses Kichern und der verzweifelte Versuch, herauszufinden, ob das alles nur ein besonders geschmackloser Witz ist – oder ob man besser nicht zu nahe an die Truhe treten sollte. Während die Limo sprudelt, der Alkohol fließt und die Pizza fettige Spuren hinterlässt, geraten die vier immer tiefer in ein absurdes Geflecht aus Halbwahrheiten, dreisten Behauptungen und spontanen Erklärungsversuchen. Jede Antwort wirft neue Fragen auf, jede Pointe treibt den Wahnsinn ein Stück weiter voran. Und je höflicher alle versuchen, sich zu benehmen, desto chaotischer wird es.
Die Komödie lebt von ihrem süffisanten Humor, ihrem Tempo und dem herrlichen Vergnügen daran, gesellschaftliche Regeln einfach über Bord zu werfen. Es wird gelogen, behauptet, improvisiert und beschwichtigt, bis selbst die Figuren nicht mehr wissen, was sie gerade verteidigen: die Wahrheit oder einfach nur ihr Nervenkostüm. Das ArtikultTheater nutzt David Gieselmanns Text als Spielfläche für eine fein austarierte Balance aus Komik und Unbehagen. Aus scheinbar harmlosen Dialogen entstehen groteske Situationen, aus Missverständnissen entwickeln sich immer neue Eskalationsstufen. Das Publikum lacht über die Absurdität des Geschehens und findet sich zugleich in der unangenehmen Position wieder, das eigene Lachen zu hinterfragen – genau dort, wo Humor und Beklemmung aufeinandertreffen.
„Herr Kolpert“ zeigt, wie schnell aus einem harmlosen Abendessen eine explosive Situation werden kann, wenn Menschen entscheiden, die Realität ein kleines bisschen … zu verbiegen. Eine bitterböse, aber herrlich komische Komödie über Wahrheit, Täuschung und die Abgründe höflicher Menschen.
Nach der München-Premiere, die am Freitag, 6. März, um 19.30 Uhr im „forum2” im Olympiadorf stattfindet, ist das Stück dort noch einmal, am Samstag, 7. März, zur selben Zeit, zu sehen.
Die folgenden Aufführungstermine sind: