Die finnlandschwedische Schriftstellerin und Künstlerin Tove Jansson wurde durch ihre Mumins-Zeichnungen weltberühmt. Das Literaturhaus widmet ihr und der „Welt der Mumins“ noch bis zum 12. April eine Ausstellung. Aus diesem Anlass zeigt das Filmmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, am Donnerstag, 29. Januar, um 19 Uhr das Spielfilm-Porträt „Tove“ der finnischen Regisseurin Zaida Bergroth aus dem Jahr 2020. Der Film erzählt von der Suche nach dem künstlerischen und persönlichen Weg einer unkonventionellen und mutigen Frau im Helsinki der 1940er Jahre. Entstanden ist das mitreißende Porträt einer Künstlerin, der es gelang, sich von gesellschaftlichen Konventionen zu befreien und ein Boheme-Leben zwischen Helsinki, Stockholm und Paris zu führen.
Tove Jansson ist gerade 30 Jahre alt geworden, hat eine Affäre mit dem linken Politiker Atos und ein schwieriges Verhältnis zu ihrem Vater, einem berühmten Bildhauer. Dieser findet sie weniger talentiert als sich selbst und schätzt sie nur, wenn sie Hochkultur produziert. Nach ihrem Kunststudium versucht Tove sich als Malerin moderner Kunst. Der Erfolg stellt sich jedoch mit den gezeichneten Geschichten der Mumins ein, Trollwesen mit knolligen Nasen, die eine Zeitung in Serie druckt.
Sie verliebt sich in eine Frau, in die faszinierende Theaterregisseurin Vivica, die von Paris schwärmt. Toves Liebesbeziehungen sind kompliziert und schmerzhaft, die gesellschaftlichen Umstände machen es ihr zusätzlich schwer. Dennoch entscheidet sie sich für ein kompromissloses und freies Leben, weitab von gesellschaftlichen Vorgaben und weiblichen Rollenzwängen und befreit sich auch in künstlerischer Sicht von familiären Erwartungen.
Der Eintritt ins Kino des Filmmuseums kostet 5 Euro. Karten kann man online unter der Adresse www.muenchner-stadtmuseum.de/film erwerben. Die Abendkasse öffnet 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Es gibt keine Reservierungen. Das Kino des Filmmuseums ist rollstuhlgerecht zugänglich und mit einer Induktionsschleife für Hörgeschädigte ausgestattet.