Am Sonntag, 15. März, findet wieder die Freiwilligenmesse statt - wieder im Neuen und Alten Rathaus am Marienplatz. Seit 20 Jahren ist die größte Plattform in München, die eine bunte Vielfalt an Engagement-Möglichkeiten zeigt. Hier erzählt Abfallberater Achim Happel von seinem Engagement:
Was genau machen Sie in Ihrem freiwilligen Engagement? Was ist Ihre Aufgabe?
Achim Happel: Ich bin seit 2012 als ehrenamtlicher Abfallberater für den Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) tätig. Die Einsatzgebiete sind vielseitig. Von der reinen Beratungstätigkeit in Münchner Bibliotheken, über den Einsatz bei besonderen Veranstaltungen wie z B. Quartierstage des Referats für Klima- und Umweltschutz, Mini München, Streetlife, Weihnachtsbasteln usw. bis hin zu regelmäßigen Einsätzen in Kindergärten und Schulen, finden Infoveranstaltungen mit dem Kindermuseum München, dem Umwelt- und Ernährungsparcour, dem Pädagogischen Institut statt. Neben der klassischen Beratungstätigkeit, bei der Fragen der Bürger*innen beantwortet werden, sind auch pädagogische Aufgaben in Schulen und Kindergärten Teil meiner Arbeit.
Was motiviert Sie, sich zu engagieren?
Achim Happel: Das Thema Abfall betrifft uns alle und der Wissensbedarf steigt durch stets neue Regeln enorm. Menschen zu helfen, ihr Leben umweltfreundlicher zu gestalten, ist mir wichtig und gerade bei der Arbeit mit Kindern lässt sich Wissen dazu nachhaltig vermitteln.
Was ist Ihr persönlicher, beruflicher Hintergrund?
Achim Happel: Ich bin selber seit 15 Jahren als selbständiger Eco Health Coach tätig und leite Menschen in den Bereichen Umwelt, Ernährung und Sport an. Das beginnt mit einer klassischen Energie- oder Ernährungsberatung und geht bis hin zu Personal Coaching für Lauf-Einsteiger und Fortgeschrittene. Zudem halte ich als Speaker Vorträge und Webinare u.a. für Krankenkassen rund um Gesundheitsthemen und bin mit eigenen Angeboten in Schulen unterwegs.
Gab es ein besonderes Erlebnis, das Sie schildern möchten? Hat Sie ein Erlebnis besonders gefreut oder geprägt?
Achim Happel: Es freut mich jedes Mal, wenn ich Kinder aus meinen Einsätzen teils Jahre später wiedersehe und sie sich an den Umwelt-Unterricht erinnern. Aber auch wenn Bürger*innen zu den Beratungsstunden kommen und sich mit einem persönlichen Erfolg bei mir melden.
Was möchten Sie als Botschaft weitergeben?
Achim Happel: Ehrenamtliches Engagement ist nicht nur wichtig, es ist auch sinnstiftend und nötig in unserer Gesellschaft. Man lernt dadurch nicht nur viele interessante junge und alte Menschen kennen, sondern kann auch dazu beitragen, dass (wie bei meinem Thema Abfall) die Welt wieder ein bisschen lebenswerter für alle wird.
Was haben Sie durch das freiwillige Engagement gelernt?
Achim Happel: Ich hoffe, dass die Münchner*innen durch meinen Einsatz etwas gelernt haben und in ihren Alltag integrieren können. Mir persönlich wurde so manches Vorurteil genommen, gerade wenn es um die korrekte Mülltrennung geht, und dass man niemandem an der Nasenspitze ansehen kann, ob er oder sie das mit dem Müll trennen drauf hat oder als wichtig empfindet.