Wenn ein Kind krank wird und deswegen nicht in die Kita oder Schule gehen darf, geraten viele berufstätige Eltern an ihre Belastungsgrenzen. Genau hier setzt das Angebot „Zu Hause gesund werden“ des Vereins für Fraueninteressen an.
Seit Jahrzehnten vermittelt die Einrichtung kurzfristig und unbürokratisch Freiwillige zur Betreuung akut kranker oder genesender Kinder in der vertrauten elterlichen Wohnung. Ehrenamtliche übernehmen stundenweise die Versorgung eines Kindes, schenken Zeit und Zuwendung und ermöglichen es Eltern damit, ihren beruflichen Verpflichtungen - auch im Homeoffice - unbesorgt nachzukommen. „Wir kommen spontan, wenn es 'brennt', können unmittelbar kurzzeitig unterstützen und erfahren dafür große Dankbarkeit von den Familien“, berichtet Inga Fischer.
Besonders Alleinerziehende und Familien ohne familiäres Netzwerk profitieren von jährlich weit über 1.000 Betreuungseinsätzen. Für das freiwillige Engagement als „Gute Fee“ benötigt es keinerlei fachliche Qualifikation, allerdings persönliche Erfahrung und wirkliche Freude am Umgang mit Kindern. „Neugier auf unterschiedliche Familien, Mobilität im Stadtgebiet sowie eine gewisse zeitliche Flexibilität werden belohnt mit Abwechslungsreichtum, freier Zeiteinteilung, persönlicher Weiterentwicklung, hoher Anerkennung und großer Zufriedenheit”, so Fischer.