„Ich habe seit Tagen mit niemandem gesprochen.“ - „Manchmal denke ich, dieses Leben ist nichts für mich.“ So beginnen Gespräche bei der Telefonseelsorge. Ratsuchende melden sich nicht nur per Telefon, sondern auch via Chat und E-Mail. Rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr ist die Telefonseelsorge erreichbar. Möglich ist das nur, weil Ehrenamtliche Zeit und viel Einfühlungsvermögen investieren.
In München gibt es zwei Einrichtungen der Telefonseelsorge: katholisch und evangelisch. Konfessions- oder Kirchenzugehörigkeit sind keine Bedingung für das Ehrenamt. Interessierte sollten jedoch bereit sein, den Seelsorgeauftrag mitzutragen. Weitere Voraussetzungen sind unter anderem psychische Stabilität und die Bereitschaft für bis zu 15 Stunden Dienst pro Monat, der an den Dienststellen stattfindet.
Auf die Tätigkeit bereitet eine rund einjährige Ausbildung vor. Die Katholische und Evangelische Telefonseelsorge in München veranstalten jeweils eigene Kurse. Wie sehr Teilnehmende auch selbst profitieren, weiß Mario D. „Die Ausbildung neben Fachwissen auch eine Haltung: Achtsamkeit, Geduld und echtes Zuhören“, betont der 34-Jährige. Es sei wichtig, in schwierigen Lebensphasen nicht allein zu sein: „Zuhören kann Leben verändern; deshalb ist die Telefonseelsorge für mich eine Herzensangelegenheit“.
Weitere Informationen: www.erzbistum-muenchen.de/telefonseelsorge und www.ebz-muenchen.de/telefonseelsorge.