Der Oertelplatz ist in seinem gegenwärtigen Zustand aus Sicht vieler Bürger eine Fehlkonstruktion, findet die Bürgerinitiative AllachLiving, die ihn bei der Bürgerversammlung als „Sinfonie in Beton” schilderte. Der Brunnen auf dem Platz sei als dringend benötigte Wasserquelle für Tier und Mensch völlig ungeeignet. Gerade Vögel können daraus nicht trinken. Die fehlenden 30-Minuten-Parkplätze und die schlechten Anfahrmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung seien ein Hemmschuh für die Geschäfte im Evers. Dazu komme, dass der Platz gerade am Abend immer mehr zur „NoGo-Area” mutiere und wegen fehlender Toiletten gerade an den Fahrradständern stinke.
Die Bürgerinitiative schlug daher eine Umgestaltung des Oertelplatzes vor: Insbesondere brauche es wesentlich mehr und größere Bäume gerade an den Sitzbänken. Zum anderen sei ein Brunnen, der für Vögel und Menschen geeignet ist, nötig. Ebenso müssen Kurzzeit-Parkplätze direkt am Eingang des Platzes geschaffen werden. Die Bürgerversammlung empfahl, diese Vorschläge umzusetzen.
Von Beschwerden rund um den Oertelplatz berichtete auch Bezirksausschussvorsitzende Stefanie Martin: Bürger klagten über Müll und laute Jugendliche; mancher fühle sich auf dem Platz nicht sicher. Daher habe die Polizei ihre Präsenz am Platz deutlich verstärkt; die Fahrradabstellanlage sei einer Hochdruckreinigung unterzogen worden; der Platz werde jetzt werktäglich gereinigt. Diese Maßnahmen haben Wirkung gezeigt, so Martin. Auch die Polizei bestätigt, es sei am Oertelplatz eine „deutliche Besserung” eingetreten.