Bis zu 500 Kilogramm schwer, 2,30 Meter hoch und mit einem Geweih von bis zu zwei Metern Breite: Der Elch ist der größte Vertreter der Hirsche. Trotz seiner imposanten Erscheinung ist er meist Einzelgänger und bevorzugt ausgedehnte Wälder und Feuchtgebiete. Als einzige Hirschart kann er sogar unter Wasser nach Nahrung suchen. Einst war der Elch auch in Deutschland heimisch, wurde jedoch durch intensive Bejagung und den Verlust seiner Lebensräume ausgerottet. Eine feste Population gibt es hier bis heute nicht. Immer wieder wandern jedoch Tiere aus Osteuropa ein – wie Elchbulle „Emil”, der bereits durch Österreich und sogar durch die Donau schwamm und in diesem Jahr auch nahe des Ebersberger Forsts gesichtet wurde. Ob Elche eines Tages dauerhaft nach Deutschland zurückkehren, ist ungewiss. Geeignete Lebensräume sind selten und ihre Ansiedlung stößt wegen möglicher Konflikte mit Land- und Forstwirtschaft auf Vorbehalte. Dabei wäre die Rückkehr eines einst von uns ausgerotteten Wildtiers vor allem eines: ein Erfolg für den Artenschutz.