Veröffentlicht am 05.07.2026 09:18

Das sind die künftigen Löwen-Gegner

Neustart in der Regionalliga Bayern: TSV 1860 München. (Foto: M. Forster)
Neustart in der Regionalliga Bayern: TSV 1860 München. (Foto: M. Forster)
Neustart in der Regionalliga Bayern: TSV 1860 München. (Foto: M. Forster)
Neustart in der Regionalliga Bayern: TSV 1860 München. (Foto: M. Forster)
Neustart in der Regionalliga Bayern: TSV 1860 München. (Foto: M. Forster)

Diese Gegner warten in der Regionalliga Bayern auf den TSV 1860 München, der nach dem Insolvenzverfahren der Profifußballgesellschaft einen kompletten Neuanfang unter dem Dach des Vereins wagt. Gespielt wird in der Regionalliga in größeren Stadien, aber auch und auf kleineren Plätzen. Ein Stadion in der Regionalliga Bayern muss gemäß den Vorgaben des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) eine Mindestkapazität von 2.500 Plätzen aufweisen.

Achtzehn Kurzportraits

1. FC Schweinfurt 05 (Absteiger aus der 3. Liga)
Der traditionsreiche 1. Fussball-Club Schweinfurt 1905, Verein für Leibesübungen e. V., aus Unterfranken zählt 1.550 Mitglieder in seinen Reihen. In den Spielzeiten 1974/75, 1990/91 und 2001/02 gaben die „Schnüdel“ jeweils Gastspiele in der 2. Bundesliga. Ihre Heimspiele tragen die Schwarz-Rot-Grünen im 15.000 Zuschauer fassenden Sachs-Stadion aus.

SpVgg Bayreuth
Die Spielvereinigung Oberfranken Bayreuth von 1921 e. V. zählt unter 1.000 Mitglieder. Im örtlichen Dialekt wird der Verein „Oldschdod“ gerufen. Von 1971 bis 1990 spielten die Gelb-Schwarzen durchgehend in der 2. Bundesliga. In der Saison 2022/2023 war die SpVgg Bayreuth für eine Saison im Profifußball der 3. Liga aktiv. Seine Heimspiele trägt der Verein im städtischen Hans-Walter-Wild-Stadion aus. Die traditionsreiche Spielstätte bietet Platz für 21.500 Zuschauer.

SpVgg Unterhaching
Im Münchner Speckgürtel ist die SpVgg Unterhaching zu Hause. Die rund 1.150 Mitglieder zählenden Vorstädter kicken im 15.000 Zuschauer fassenden Uhlsport Park, der sich mittlerweile im Besitz des FC Bayern München befindet. Berühmt wurden die Hachinger als kleinster Bundesligist von 1999–2001. In der 2. Liga waren die Rot-Blauen von 1989–1993, von 1995–1999 und in den Jahren 2001–2007 am Ball. Als Drittligist reüssierte Haching von 2008–2015, 2017–2021 sowie von 2023–2025.

SV Wacker Burghausen
Der Sportverein Wacker Burghausen e. V. ist mit 5.300 Mitgliedern einer der größten Sportvereine Deutschlands außerhalb der Ballungszentren. Auch die Burghauser haben eine Vergangenheit im Profifußball. Von 2002–2007 spielten die Salzstädter in der 2. Liga. Zwischen 2008 und 2024 konnten sich die Schwarz-Weißen in der 3. Liga halten. Seine Heimspiele trägt Wacker in der 10.000 Zuschauer fassenden Wacker-Arena aus.

TSV Schwaben Augsburg
Der knapp 2.800 Mitglieder zählende Turn- und Sportverein Schwaben Augsburg e. V. von 1847 ist hinter dem FC Augsburg die Nummer 2 in der Stadt. Historisch war der TSV Schwaben Augsburg insbesondere in der Nachkriegszeit überregional präsent und spielte mehrfach in der erstklassigen Oberliga Süd. Im Jahr 1969 fusionierte die Profifußball-Abteilung des Vereins mit dem BC Augsburg zum heutigen FC Augsburg. Der TSV Schwaben blieb jedoch bis heute als eigenständiger Verein im Amateurbereich bestehen. Spielstätte der „Schwabenritter“ ist das 26.000 Zuschauer fassende Rosenaustadion.

FC Memmingen
Der Fußball-Club Memmingen 1907 Verein für Leibesübungen e. V. zählt mit 700 Mitgliedern zu den kleineren Vereinen der Liga, spielt aber seit über 50 Jahren nahezu durchgehend im bayerischen Amateur-Spitzenfußball. Das Stadion der Rot-Weißen an der Bodenseestraße bietet 5.100 Zuschauern Platz, deren Zahl sich mit Zusatztribünen noch steigern lässt.

SC 1926 Eltersdorf (Aufsteiger aus der Bayernliga Nord)
Der Sport-Club 1926 e. V. Eltersdorf hat seine Heimat im Erlanger Stadtteil Eltersdorf. Mit knapp 2.000 Mitgliedern zählt er zu den größeren Vereinen in der 120.000 Einwohner zählenden mittelfränkischen Großstadt. Neben Fußball bieten die Grün-Weiß-Schwarzen auch eine Rock ’n’ Roll-Abteilung, bekannt als „The Rockabillies“, die eine WM-Teilnahme verzeichnen kann. Der Ball rollt bei den „Quecken“ im 2.500 Zuschauer fassenden Sportpark Erlangen in Langenau. Der Begriff „Quecken“ stammt aus dem Fränkischen und bezeichnet eine hartnäckige Unkrautart. Die Fußballer haben sich den Begriff selbst als Identifikationsmerkmal für Zähigkeit und Beständigkeit gewählt.

TSV Landsberg (Aufsteiger aus der Bayernliga Süd)
Der TSV 1882 Landsberg am Lech zählt zu den ältesten Vereinen in Oberbayern, dem über 2.200 Mitglieder die Treue halten. 4.000 Zuschauer fasst das Sportzentrum Landsberg, in dem die Rot-Grün-Weißen ihre Heimspiele austragen. Häufig bei gutem Wetter, denn laut Deutschem Wetterdienst zählt die 30.000 Einwohner große Stadt zu den sonnigsten Deutschlands.

TSV Aubstadt
Die weiteste Auswärtsfahrt führt die Münchner Löwen nach Aubstadt in Unterfranken an der nördlichen Grenze des Freistaats. Beim Turn- und Sportverein Aubstadt 1921 e. V. trägt man den Spitznamen „die Grabfelder“, benannt nach der dortigen Kulturlandschaft und Region. Mit nicht ganz 750 Einwohnern sind die Rot-Weißen der mit Abstand kleinste Teilnehmer der Regionalliga Bayern. Gekickt wird am 3.000 Zuschauer fassenden örtlichen Sportplatz, der seltsamerweise offiziell als „Arena“ firmiert.

DJK Vilzing
Vilzing ist ein Ortsteil der Kreisstadt Cham in der Oberpfalz. Die DJK Vilzing (offiziell: Deutsche Jugendkraft Vilzing e. V.) wurde 1967 gegründet und Teil des katholischen DJK-Sportverbands. Mit 810 Mitgliedern sind die Gelb-Schwarzen einer der kleinsten Vereine in der Regionalliga Bayern. Gespielt wird im 2.500 Plätze zählenden Manfred-Zollner-Stadion.

FV Illertissen 1921
Obwohl der Verein im bayerisch-schwäbischen Landkreis Neu-Ulm beheimatet ist, gehörte er wegen seiner Grenzlage lange dem Württembergischen Fußballverband an. Zur Saison 2012/13 wechselte der nur 550 Mitglieder zählende Fußballverein Illertissen e. V. freiwillig in den Bayerischen Landesverband. Die Blau-Weißen spielen im 3.000 Zuschauer fassenden Vöhlin-Stadion der 18.000 Einwohner zählenden Stadt Illertissen.

VfB Eichstätt
Der Verein für Bewegungsspiele Eichstätt e. V. 1920 zählt rund 1.200 Mitglieder in seinen Reihen. Die Grün-Weißen gewannen 2019 die Bayerische Amateurmeisterschaft. Mit 2.090 Plätzen zählt der lokale Hirsch-Sportpark zu den kleinsten Stadien in der Regionalliga Bayern.

SpVgg Ansbach
Als Nullneuner bezeichnen sich die Kicker der Spielvereinigung Ansbach 09 e. V. Die mittelfränkische Regierungshauptstadt Ansbach zählt rund 40.000 Einwohner, wovon etwa 700 Mitglied bei der Spielvereinigung sind. Das Stadion der Grün-Weißen ist der Xaver-Bertsch-Sportpark und fasst 5.000 Besucher.

TSV Buchbach
Der 1913 gegründete Turn- und Sportverein Buchbach e. V. hat vielfältige Bezüge zu den Münchner Löwen. Stefan Lex kickte ebenso im Trikot der Rot-Weißen wie „Meisterlöwe“ Rudolf „Fuchse“ Zeiser, der von 1963 bis 1970 in Giesing wirkte. 1.700 Mitglieder stark sind die Buchbacher. Das ist insofern erstaunlich, als der Markt Buchbach im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn selbst nur 3.386 Einwohner hat. Gespielt wird im 2.500 Zuschauer fassenden früheren Jahnstadion, das heute als Arena mit dem Namenszusatz eines Sponsors firmiert.

1. FC Nürnberg II (amtierender Meister)
Die Reserve des Zweitligisten 1. Fußball-Club Nürnberg, Verein für Leibesübungen e. V., trägt ihre Heimspiele üblicherweise auf dem 2.500 Zuschauer fassenden Max-Morlock-Platz im Sportpark Valznerweiher in Nürnberg aus. Wenn der TSV 1860 München kommt, ist allerdings ein Umzug ins 50.000 Plätze zählende Max-Morlock-Stadion wahrscheinlich. Die „Clubberer“ errangen in der vergangenen Saison souverän Platz eins in der Tabelle, verzichteten aber aus wirtschaftlichen Gründen auf eine Teilnahme an der Aufstiegsspielen.

FC Augsburg II
Die Reserve des FC Augsburg spielt in der Regel im 26.000 Zuschauer fassenden Rosenaustadion. In Ausnahmefällen weicht die Mannschaft auch in die Arena des Bundesligisten aus, die 30.660 Plätze zählt.

SpVgg Greuther Fürth II
Die Spielvereinigung Greuther Fürth spielt mit ihrer Reserve in der Regel auf dem Konrad-Ammon-Platz (auch bekannt als Teil des Sportzentrums Kleeblatt Au) in Fürth. Wenn die Löwen kommen, dürfte der 16.600 Plätze zählende Sportpark Ronhof zum Spielort werden.

FC Bayern II
Meist trägt die Reserve des FC Bayern München ihre Heimspiele als Gast im Sechzger-Stadion in Giesing aus. Nachdem die Rot-Weißen jedoch Ende 2025 von der Gemeinde Unterhaching den örtlichen Sportpark käuflich erworben haben, wird mittelfristig die Heimat des FC Bayern II dort sein. Alternativ steht den „kleinen“ Bayern ihr weitläufiger Campus im Münchner Norden zur Verfügung.

Der TSV Aubstadt eröffnet mit einem Unterfranken-Derby gegen den 1. FC Schweinfurt 05 die Regionalliga-Bayern-Saison 2026/2027 im offiziellen Eröffnungsspiel am Donnerstag, den 23. Juli um 19 Uhr. Der Gewinn der Meisterschaft in der Regionalliga Bayern garantiert jedoch noch keinen Aufstieg in die 3. Liga. Gemäß dem festgelegten Turnus tritt der bayerische Vertreter gegen den Meister der Regionalliga Nord an. Die am Ende der Saison bestplatzierte Amateurmannschaft trägt den Titel „Bayerischer Amateurmeister“ und erhält einen Startplatz in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals. Das Bayerische Fernsehen überträgt an jedem Spieltag der Regionalliga Bayern das Top-Spiel live im Stream auf BR24Sport und in der ARD-Mediathek. (as).

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