Ausstellung zu Politisierung „deutscher Volkskultur”

Die Ausstellung „Einfach schön? Politisierung ,deutscher Volkskultur' aus dem östlichen Europa” im Haus des Deutschen Ostens (Am Lilienberg 5) macht zum ersten Mal systematisch die politische Instrumentalisierung der Ästhetik der sogenannten „Volkskultur” der deutschen Bevölkerung aus dem östlichen Europa zwischen den 1920er- und 1960er-Jahren sichtbar. Im Mittelpunkt stehen Regionen wie Siebenbürgen und das Banat (Rumänien) sowie das Egerland (heute Tschechien).

Die Präsentation wurde vom Institut für Kulturanalyse der Deutschen des östlichen Europa (IKDE) in Freiburg erarbeitet. Sie zeigt exemplarisch, wie Praktiken wie Volkstanz und Tracht nicht nur als „einfach schön” wahrgenommen, sondern durch ästhetisierende und ideologische Aufladung zugleich politisch genutzt wurden. Der Schwerpunkt liegt auf den Darstellungen von „Volkskultur” statt auf ihren Objekten: Anstelle von Trachten ist die Trachtenfotografie zu sehen. Kontinuitäten und Brüche in der Verwendung der „Volkskultur” bis über 1945 hinaus werden dabei sichtbar.

Die Ausstellung wird in Kooperation mit dem Haus des Deutschen Ostens und der Heimatpflegerin der Sudetendeutschen gezeigt. Besichtigt werden kann sie bis 17. Oktober immer montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, ab September täglich bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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