Sonderbare Musikmaschinen in der Pasinger Fabrik

Die Klangkunstwerke wurden liebevoll erschaffen aus Altem, Gefundenem und Recyceltem. (Foto: Portmanteau)
Die Klangkunstwerke wurden liebevoll erschaffen aus Altem, Gefundenem und Recyceltem. (Foto: Portmanteau)
Die Klangkunstwerke wurden liebevoll erschaffen aus Altem, Gefundenem und Recyceltem. (Foto: Portmanteau)
Die Klangkunstwerke wurden liebevoll erschaffen aus Altem, Gefundenem und Recyceltem. (Foto: Portmanteau)
Die Klangkunstwerke wurden liebevoll erschaffen aus Altem, Gefundenem und Recyceltem. (Foto: Portmanteau)

Zu einer Ausstellung mit Klangkunstwerken des Künstlerduos Portmanteau unter dem Titel „Fake Noise – True Imagine” lädt die Pasinger Fabrik (August-Exter-Str. 1) ein. In der P.ART Galerie der Pasinger Fabrik stehen ab Donnerstag, 8. Oktober, sonderbare Musikmaschinen: die elektromechanischen Klangkunstwerke des Münchner Künstlerduos Portmanteau. Die Skulpturen wurden liebevoll erschaffen aus Altem, Gefundenem oder Recyceltem. Sie sind musikalisch, humorvoll und skurril. Die Gäste dürfen, ja sollen selbst Hand anlegen und die verrückten Automaten entdecken: Sie heißen Sittichquirl, Alpinium, Strippenzieher oder Singvase. Wer eine Münze einwirft, bringt Stühle zum Steppen, startet den Klang einer Schafherde oder wird auf Knopfdruck vom „Grobian” beleidigt. Die Skulpturen sind Kunst für Auge, Ohr und Zwerchfell.

Seit über 20 Jahren ein Duo

Das Duo Portmanteau besteht aus Gerald „Greulix” Schrank und Christian „Taison” Heiß. Die beiden sind seit über zwanzig Jahren ein Duo, eine Band, Tonstudiobetreiber und Techniktüftler. Sie bringen Verbündete in die Pasinger Fabrik mit: Der bildende Künstler Martin Dessecker ist mit seinen „Transparenzen und Sehhilfen” schon lange Teil der Münchner Kunstszene und hat den Portmanteau-Kosmos mehrfach bereichert. Peter Mayr, Druckspezialist aus Oberbayern, arbeitet mit Hochdruck an Siebdruck, Radierung und raumgreifenden Installationen. Willi Haas zeigt in ihrer Fotoserie „Unklare Lage” Bilder, bei denen niemand so genau weiß, wo oben und unten ist. Der gelernte Astrophysiker Leonhard Scheck fotografiert bei seinen „ungewöhnlichen Schnitten durch die Raumzeit” jeden Pixel seiner Bilder nacheinander.

Für Spielkinder von 0 bis 99

Die Ausstellung kommt einer Werkschau von Portmanteau nahe: Sie präsentiert viele Klangmaschinen, Teile von Bühnenbildern, dazu Fotografien, Drucke und Pappcomics. Ein Werk aus Handkurbel-Brotschneidemaschinen wird Portmanteau speziell für die Pasinger Fabrik entwickeln: Denn wo sie heute beheimatet ist, war einst das Stammhaus der Ritterwerke, in dem von 1912 bis 1982 Haushaltsgeräte produziert wurden. An vielen Tagen sind die Künstler selbst vor Ort, führen durch die Räume und bespielen Teile der Werke. Zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm mit experimenteller Musik, Workshops, Tanz, Theater und Performance. Die Ausstellung ist geeignet für Spielkinder von 0 bis 99.

Öffnungszeiten

Die Vernissage von „Fake Noise – True Imagine” am Donnerstag, 8. Oktober, beginnt um 19 Uhr. Zu sehen ist die Ausstellung dann bis einschließlich Sonntag, 14. März, zu folgenden Zeiten: Dienstag bis Samstag von 15 bis 19 Uhr, Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt beträgt 8 Euro (ermäßigt 5 Euro). Von 23. Dezember bis 1. Januar ist die Ausstellung geschlossen. Weitere Informationen gibt es unter www.portmanteau.net und unter www.pasinger-fabrik.de.

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