Um jüdisches Leben im Nachkriegs-Bogenhausen geht es am Sonntag, 27. September, bei einem Stadtspaziergang mit Lilly Maier. Veranstalterin ist die Monacensia im Hildebrandhaus. Treffpunkt ist um 11 Uhr am Friedensengel. Die Teilnahme ist kostenlos möglich.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entwickelte sich das Gebiet rund um die Möhlstraße in Bogenhausen zu einem zentralen Ort jüdischen Lebens in München und darüber hinaus. In den ehemals beschlagnahmten Villen entstanden Hilfsorganisationen, medizinische Einrichtungen sowie kulturelle Institutionen für jüdische Holocaust-Überlebende. Eine Synagoge, Schule, Apotheke und ein Krankenhaus prägten bald das Viertel. Berühmt wurde die Möhlstraße nicht zuletzt durch den jüdischen Markt, der wöchentlich tausende Münchnerinnen und Münchner anzog.