Eine starke Wirtschaft durch die Münchner Mischung!

München · Wie sich die CSU-Stadtratskandidaten eine gute Wirtschafts- und Standortpolitik vorstellen

Die Kandidaten v.l.n.r. Alexander Reissl, Sabine Nasko, Christian Zöller, Leo Agerer, Bernhard Hölbling und Bettina Obersojer. Foto: VA

Die Kandidaten v.l.n.r. Alexander Reissl, Sabine Nasko, Christian Zöller, Leo Agerer, Bernhard Hölbling und Bettina Obersojer. Foto: VA

München · Großer Andrang herrschte letzten Mittwoch im Augustiner Keller: Über 400 Gäste folgten der Einladung von Stadtrat Alexander Reissl (Stadtratsliste 1, Platz 12) und der CSU im Münchner Nordwesten zum traditionellen Jahresempfang und sorgten für einen Abend voller Höhepunkte, Emotionen und Diskussionen.

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Wohlstand durch Wirtschaft

Im Fokus standen zunächst die Rede der OB-Kandidatin Kristina Frank und die Vorstellung der CSU-Stadtratskandidaten Leo Agerer (Platz 11), Bernhard Hölbling (Platz 20), Bettina Obersojer (Platz 27), Sabine Nasko (Platz 34) und Christian Zöller (Platz 41) durch den Gastgeber. Unterstützt wurden die Kandidaten vom bayerischen Justizminister Georg Eisenreich, dem Bundestagsabgeordneten Bernhard Loos, dem CSU-Fraktionsvorsitzenden Manuel Pretzl, dem CSU-Bezirksvorsitzenden Dr. Ludwig Spaenle, der Umweltreferentin Stephanie Jacobs und dem Personalreferenten Dr. Alexander Dietrich. Der Moosacher Faschingsclub sorgte für bunte Unterhaltung, gewagte Akrobatik und mitreißende Musik, aber auch die Prinzenpaare der Narrhalla und des Faschingclubs Neuhausen waren mit viel Spaß dabei. Danach standen viele Diskussionen über die Wirtschaft der Zukunft auf dem Programm, denn unter den Gästen waren zahlreiche Unternehmer wie Stefan Bittl, Michael Schottenhammel, Evi Brandl von Vinzenzmurr, Manfred Schauer vom Schichtl, die Gastronomie-Familien Brenner und Hofreiter, Lorenz Stiftl, Josef Able, Heiner Birner von Verdi, Karl-Heinz Wildmoser, das Ehepaar Vogler vom Augustiner Keller sowie Dr. Florian Biberbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke München.

Aktive Standortpolitik gestalten

Einig waren sich alle, dass nur eine starke Wirtschaft Investitionen in Infrastruktur, Bildung, soziale Einrichtungen oder den Klimaschutz ermöglicht. Ein Blick auf den Münchner Haushalt unterstreicht diese Schwerpunktsetzung, "denn knapp 40% der Einnahmen kommen aus der Gewerbesteuer," wie Alexander Reissl mahnt. Für den Spitzenkandidaten des Kreisverbandes und Unternehmer Leo Agerer hat vor allem die Förderung der "Münchner Mischung" aus kleinen Geschäften, Handwerkern, Startups und etablierten Mittelständlern hohe Priorität: "Der wirtschaftliche Erfolg der Stadt basiert auf dieser Vielfältigkeit der Unternehmen. Deswegen brauchen wir auch Gewerbeflächen, damit eingesessene Firmen wachsen und sich neue Firmen ansiedeln können." Gerade Handwerker werden dringend benötigt, da die langen Wartezeiten auf einen Termin nicht nur viele Menschen ärgern, sondern auch wichtige Bauvorhaben der Stadt verzögern. Mit einer "besseren Förderung und Anerkennung von Ausbildungsbetrieben" könnten zudem mehr Fachkräfte ausgebildet werden, die ebenfalls dringend benötigt werden. Damit München weiterhin attraktiv für neue Firmen ist, "muss der Abbau von Bürokratie für Gründer und Unternehmer zügig vorangetrieben werden" wie Sabine Nasko aus eigener Erfahrung als selbständige Designerin weiß. "Anstatt zu blockieren muss die Verwaltung fördern und schnelle Amtswege ermöglichen, möglichst digital und einfach." Dies gelte auch für die analogen Wege, bei denen die CSU eine bessere Anbindung an den Flughafen sowie den Anschluss an die transeuropäischen Magistralen forciert. Angesichts der vielen Aufgaben traditioneller Gastronomen und der schwierigen Bedingungen für den Einzelhandel verwies Bernhard Hölbling auf die Möglichkeit, "Traditionsunternehmen bspw. durch günstige Mieten in städtischen Gebäuden besser zu entlasten". Auch könnten Beratungen für Kleinunternehmer zum Onlinehandel kostenlos von der Stadt angeboten und steuerliche Erleichterungen für KMUs realisiert werden.

Digitalisierung als Wachstumsmotor

Eine umfassende Digitalisierungsoffensive ist für Christian Zöller ein weiterer wesentlicher Faktor, um den Wirtschaftsstandort München langfristig zu sichern. Der Ausbau von Breitbandinternet und 5G müsse "konsequent vorangetrieben und schnell umgesetzt werden". Dazu gehöre auch die "Digitalisierung aller Behördengänge" sowie die Schaffung eines "Forums aus Wirtschaft, Forschung, Verwaltung und Arbeitnehmerschaft zu den Chancen und Risiken der Digitalisierung". Neue Chancen bieten sich auch in der Förderung neuer und vor allem nachhaltiger Industrien, wie die Studentin der Landwirtschaft Bettina Obersojer betont: "Um unsere Wirtschaftskraft zu sichern, müssen innovative und smarte Industrien aus dem Clean- und Greentechbereich gefördert werden, denn dort werden die Produkte und Arbeitsplätze der Zukunft sein". Dies betreffe auch andere moderne Branchen wie IT, Medizin, Pharmazie oder Medien, die "wir ebenfalls stärken und unterstützen müssen, um auf dem globalen Markt zu bestehen".

Keine Standortpolitik ohne Ehrenamt

Bei allen wirtschaftlichen Notwendigkeiten vergaßen die Stadtratskandidaten aber nicht, die Bedeutung des Ehrenamtes für München herauszustellen. Denn die Attraktivität einer Stadt hängt stark von einem gesunden Vereins- und Verbandsleben ab. Der Austausch mit den zahlreichen Vertretern wie Michael Franke vom FT Gern, Hildegard Hofmann vom Bayerischen Trachtenverband, Karl-Heinz Demenat vom Roten Kreuz, Friedrich Pils vom Kleingartenverband, Alois Lang vom Gesamtverein Moosach, Werner Dunzinger vom ESV München und Vertretern vieler anderer Vereine stand bei den Kandidaten daher besonders im Fokus. Sicher ist: Die Wirtschafts- und Standortpolitik im Wahlkampf werden zentrale Themen bleiben, ob beim Bier in einer Wirtschaft oder an den Infoständen, wo die Kandidaten in den nächsten Wochen immer anzutreffen sind.

Artikel vom 14.02.2020
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