Über die Freudenreichkapelle auf die Brecherspitze

München · Klassiker der Müncher Hausberge

Bei »goldenen« Oktoberwetter ist die Brecherspitz ein besonders reizvolles Bergziel.	Fotos: Stefan Dohl

Bei »goldenen« Oktoberwetter ist die Brecherspitz ein besonders reizvolles Bergziel. Fotos: Stefan Dohl

München · Die Brecherspitze (1.683 m) zwischen Schliersee und Spitzingsee ist der am schnellsten von München aus zu erreichende Felsgipfel. Dementsprechend groß ist auch seine Beliebtheit bei Münchner Bergfreunden und Tagesausflüglern.

Auf in die bayerischen Alpen
Wanderungen in den Münchner Hausbergen
Mit Touren-Tipps von Münchner Wochenanzeiger-Redakteur Stefan Dohl

Bergeinsamkeit sollte man hier also nicht unbedingt erwarten. Wer kann sollte seine Tour daher am besten unter die Woche oder auf den späteren Nachmittag nach Feierabend legen. Denn die abwechslungs- wie aussichtsreichen Gratpassagen machen die Brecherspitze zu einen reizenden Tourenziel.

Die meisten steigen vom Spitzingsattel hinauf zum Gipfelkreuz. Etwas ruhiger gestaltet sich der Aufstieg von Fischhausen-Neuhaus südlich des Schliersees. Von hier aus lässt sich sogar der komplette Grat der Brecherspitze überschreiten. In etwas mehr als einer Stunde steigt man vom Bahnhof durch den Ort und über Forstwege bis zur Ankelalm (1.311 m) auf. Hier wird die Abzweigung linkerhand zur Brecherspitze ignoriert und ein kurzes Stückl weiter bis zur Ehardalm gewandert.

Nun geht es rechts über schöne Alm- und Wiesenwege (Weg 625a) auf einen gemütlichen und begrasten Sattel. Aber jetzt wird der Weg etwas anspruchsvoller und vor allem auch steiler: Über eine steinige Rinne geht es durch eine Latschengasse hinauf auf den aussichtsreichen Kamm, der einen über schöne Pfade weiter bis zur Freudenreichkappelle (1.587 m) führt – ein wunderbarer Rastplatz.

Von hier sind es gut 40 Minuten aussichtsreiche bis zum Tagesziel, welches man teilweise drahtseilgesichert und ausgesetzt über den Westgrat erreicht – das schmucke Gipfelkreuz der Brecherspitze.

Für den Abstieg überschreitet man den Gipfel über den Nordostgrat in Blickrichtung Schliersee. Ein kurzweiliges Vergnügen. Schon nach knapp einer halben Stunde hat man die Almwiesen der Ankelalm erreicht. Jetzt ist es nicht mehr weit bis Neuhaus, wo es mit der nächsten BOB in einer Stunde zurück nach München geht. Stefan Dohl

Artikel vom 10.10.2018
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