Die Kriegsschäden in den einzelnen Bereichen der Stadtwerke München wurden auf 64,587 Millionen Reichsmark beziffert. Dazu kam ein gewaltiger Investitionsstau, da das meiste Kapital ab der zweiten Hälfte der 1930er Jahre in die Rüstung abfloss. Bei Strom, Gas und Wasser war die Versorgungslage nach dem Krieg zunächst prekär. Zahlreiche, teils unzugängliche Lecks verursachten einen Verlust von 100.000 Kubikmetern Trinkwasser täglich. Den für die Stromversorgung essenziellen Wasserkraftwerken fehlte – auch aufgrund besonders trockener Jahre – ihr „Treibstoff“. Der Gasverbrauch brach 1945/46 von 53 auf sechs Millionen Kubikmeter ein.
Bereits 1948/49 konnten die Stadtwerke aber eine beeindruckende Bilanz und Steigerung der Betriebsleistung vorweisen: Die nutzbare Stromabgabe lag bei 286,2 Millionen Kilowattstunden, 23 Prozent mehr als noch drei Jahre zuvor. Der Gasverbrauch stieg auf 67,8 Millionen Kubikmeter. Und auch die Wasserabgabe verzeichnete mit 85,58 Millionen Kubikmeter eine Steigerung um fast 40 Prozent.