Mit Mini-München, das in diesem Jahr vom 3. bis 21. August jeweils von Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr auf dem Gelände des Showpalast in Fröttmaning stattfindet, macht die Stadt München und der Verein Kultur & Spielraum e.V. allen Kindern das Angebot aufregende Sommerferien zu erleben. „Das Angebot ist auch weiterhin kostenlos, denn alle Kinder sollen die Möglichkeit haben, daran teilzunehmen”, betont bei einer Pressekonferenz die Sozialreferentin der Stadt München, Dorothee Schiwy. Die Stadt lässt sich dieses Engagement auch in Zeiten knapper Kassen etwas kosten, denn alle Organisatoren sind sich einig, auf Mini-München kann man einfach nicht verzichten. So schießt München 500.000 Euro zu dem umfangreichen Ferienangebot dazu.
In Mini-München werden Kinder während der ersten drei Sommerferienwochen nicht nur bespaßt und betreut, sondern sie bauen und managen ihre eigene Stadt. Von der Müllabfuhr bis zum Restaurant, vom Kino bis zur Parfüm-Manufaktur ist alles geboten, was so eine Stadt zu bieten hat und worauf die Kinder Lust haben. Auch Politiker gibt es, die von den Kindern gewählt werden und die bei Nichtgefallen auch ganz schnell wieder ihre Posten los sind. Platz bietet das besondere Ferienprogramm für täglich bis zu 1.700 Kinder und Jugendliche zwischen neun und 15 Jahren. In der dritten Woche von Mini-München dürfen auch die Kinder ab sieben Jahren teilnehmen.
Mini-München ist auch deshalb so besonders, weil an allen Planungen Kinder beteiligt sind. In kleinen Gruppen treffen sie sich in der Mini-München-freien Zeit und erarbeiten neue Konzepte. So erklärten die eifrigen, jungen Teilnehmer dieser Workshops bei der Pressekonferenz, dass das Grundgesetz von Mini-München überarbeitet und das Justiz-System verändert wurde. Ab diesem Jahr müssen beispielsweise immer mehrere Richter einen Fall beraten und sie bekommen Schöffen zur Seite gestellt.
Neu ist auch der Kultur-Knödel als Treffpunkt für alle Kunst- und Kulturliebhaber. Nicht alle Neuerungen sind der Phantasie der Kinder entsprungen, manche mussten aus Grund von Sparmaßnahmen durchgeführt werden. So wurde die Fläche verkleinert, das Eltern-Café abgeschafft und auch die Helfer erhalten kein warmes Mittagessen mehr. Alles notwendige Einschnitte, um das Programm weiterhin so vielen Kindern wie möglich anbieten zu können.
Einer, der von Mini-München nicht genug bekommen kann, ist Sören Selch, der mittlerweile als Grundschullehrer arbeitet und in den Ferien das Projekt als Mitarbeiter unterstützt. „Mini-München trägt enorm zur persönlichen Entwicklung bei, hier lernen Kindern Kompromisse schließen und Entscheidungen zu treffen.”
So haben sich auch die Kinder selber daran gemacht und nach dringend nötigen Sponsoren gesucht. Unter anderem hat die Sparkasse München 40.000 Euro dazugeschossen und auch viele weitere Bürger für die gute Sache gespendet. „Umso mehr Spender wir finden, umso besser können wir das pädagogische Angebot ausbauen”, betont Bürgermeisterin Verena Dietl.
Viel Vorbereitung steckt in Mini-München, in die die Kinder mit einbezogen wurden. So müssen beispielsweise Sachen für den Supermarkt in Mini-München gebastelt, Stadtpläne erstellt oder Sachen entworfen und gebaut werden. Dazu gehört auch eine Box, die als Geldautomat funktioniert. In der Box wird dann ein teilnehmendes Kind sitzen, das die Währung der Spielstadt, die MiMüs vom Spielstadt-Konto auszahlt. Einer von vielen Jobs, die man während der Spielstadt für sich entdecken kann. Ab 30 Minuten Arbeit gibt es Lohn, die bereits erwähnten MiMüs. Die kann man beispielsweise in der Spielstadt eigenen Gastwirtschaft, im Kino oder im Theater von Mini-München ausgeben.
Eine Platzreservierung für Mini-München ist nicht möglich, allerdings kann man sich unter www.mini-muenchen.info vorab über den genauen Ablauf der Aktion informieren. Hier finden auch Eltern alle wissenswerten Informationen zur Betreuung ihrer Kinder. Allerdings kann man sich schon ab dem 24. Juli unter www.mini-muenchen.info für einen Spielpass registrieren.
Mini-München findet vom 3. bis 21. August auf dem
Showpalast-Gelände, Hans-Jensen-Weg 3 statt-
erreichbar mit der U6 Fröttmaning
Mitspielen dürfen alle zwischen neun und 15 Jahren.
Ab der dritten Woche bereits ab sieben Jahren.
Die Teilnahme erfolgt kostenlos.