Veröffentlicht am 17.06.2026 15:33

Wie lässt sich Einsamkeit als gesellschaftliche Herausforderung gemeinsam bekämpfen?

Neue Impulse mitgenommen (von links): Dr. Elisabeth von Lochner (EOM), Laura Rubenbauer (MBW), Melanie Mohr-Barthel (MBW), Katharina Galler (MBW), Verena Schönleber (MBW), Gabriela Ferraro (KBW GAP), Karin Wimmer-Billeter (EOM), Diana Veihelmann (KBW Erding), Carina Dollberger (KBW Erding). (Foto: Diana Veihelmann)
Neue Impulse mitgenommen (von links): Dr. Elisabeth von Lochner (EOM), Laura Rubenbauer (MBW), Melanie Mohr-Barthel (MBW), Katharina Galler (MBW), Verena Schönleber (MBW), Gabriela Ferraro (KBW GAP), Karin Wimmer-Billeter (EOM), Diana Veihelmann (KBW Erding), Carina Dollberger (KBW Erding). (Foto: Diana Veihelmann)
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Wie lässt sich Einsamkeit als gesellschaftliche Herausforderung gemeinsam bekämpfen? Dieser Frage gingen Bildungsreferentinnen des Katholischen Bildungswerks (KBW) Erding, der KEB München-Freising, des KBW Garmisch-Patenkirchen, des EOM sowie des CBW Landshut bei einer Erasmus-Plus-Studienreise nach Dänemark nach. Vier Tage lang besuchten sie in Aarhus und Odder kommunale Projekte und soziale Initiativen, die als europäische Vorreiter bei der Förderung sozialer Teilhabe gelten.

Was Deutschland von Dänemark lernen kann

Besonders beeindruckend: In Dänemark arbeiten Kommunen, Vereine, Kirchen und Ehrenamtliche selbstverständlich zusammen, um Menschen aus der Isolation zu holen. Offene Treffpunkte, Peer-Beratungen und Nachbarschaftsprojekte schaffen Räume, in denen neue Verbindungen entstehen. Saskia Olesen vom Folkehusen Aarhus brachte die dahinterstehende Haltung auf den Punkt: „More human, less system.” Die Botschaft der dänischen Fachleute war eindeutig: Einsamkeit ist kein individuelles Versagen, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Dass dieser Ansatz wirkt, zeigen auch Zahlen: Laut Studien sind die Menschen in Odder besonders zufrieden. „In Odder sind die Leute sehr glücklich, bleiben zusammen und leben ewig”, fasste der Kommunaldirektor Hosea Dutschke die beeindruckenden Ergebnisse mit einem Schmunzeln zusammen.

Impulse für den Landkreis Erding

Die Bildungsreferentinnen nahmen viele Anregungen mit nach Hause. Gerade Bildungswerke, Pfarreien und soziale Einrichtungen können wichtige Orte gegen Einsamkeit sein – durch Begegnungsangebote, Gesprächsräume und gemeinschaftsstiftende Projekte. Das KBW Erding setzt das bereits um: Im Rahmen eines laufenden Projekts wird in Schulen und Seniorentreffs für mehr Miteinander sensibilisiert. Höhepunkt ist der Fach- und Aktionstag „Was ist eigentlich das Gegenteil von Einsamkeit? – Zusammen Perspektiven für mehr Wir” am 18. Juni in München. Anmeldung unter www.kbw-erding.de.

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