Veröffentlicht am 19.08.2026 09:50

„War ein sehr schweres Auswärtsspiel“

Glückliche Reise: die Löwen in Unterfranken.  (Foto: M. Forster)
Glückliche Reise: die Löwen in Unterfranken. (Foto: M. Forster)
Glückliche Reise: die Löwen in Unterfranken. (Foto: M. Forster)
Glückliche Reise: die Löwen in Unterfranken. (Foto: M. Forster)
Glückliche Reise: die Löwen in Unterfranken. (Foto: M. Forster)

In einer vorgezogenen Begegnung des fünften Spieltags in der Regionalliga Bayern unterlag der bis dahin noch ungeschlagene TSV Aubstadt (Selbstbeschreibung „Die Macht im Grabfeld“) dem TSV 1860 München mit 2:3 (0:2). Die Partie war um einige Tage vorverlegt worden, da die Löwen am Wochenende im DFB-Pokal gegen den Zweitligisten Holstein Kiel antreten. Bereits am Vortag hatten sich die Münchner auf die vierstündige Busreise nach Unterfranken begeben und brachten die mit 302 Kilometern Entfernung weiteste Auswärtsfahrt in der Liga mit etwas Glück auch sportlich erfolgreich hinter sich.

Vor ausverkauftem Haus (3.000 Zuschauer!) erwiesen sich die kampfstarken Gastgeber, wie erwartet, als unangenehmer Gegner, dessen Spielweise mit schnellen Umschaltaktionen perfekt auf den kleinen und unebenen Platz abgestimmt schien. Mit einer starken Schiedsrichterleistung sorgte Angelika Söder dafür, dass die von beiden Seiten intensiv geführten Zweikämpfe nicht aus dem Ruder liefen. 1860-Schlussmann Vitus Eicher bewahrte seine Farben mit einer starken Parade gegen Joshua Endres vor einem möglichen Rückstand (14. Min.). Auf der Gegenseite erwiesen sich die Giesinger vor dem Tor als äußerst effektiv und gingen mit ihrer ersten Gelegenheit direkt in Führung.

Michael Eberwein legte an der Strafraumkante den Ball mit der Brust auf Florian Niederlechner ab, dessen harten Dropkick der ukrainischer Torhüter Vladyslav Vertiei noch abwehren konnte, doch gegen den Kopfball des nachsetzenden Emre Erdogan war er machtlos. Der Ball segelte als Bogenlampe zum 0:1 ins Netz (23. Min.). Kurz vor dem Pausenpfiff hatten die 1.200 Löwenfans, die aus allen Teilen Bayerns angereist waren, ein zweites Mal Grund zum Jubel. Kapitän Dennis Dressel leitete nach einem Ballverlust der Aubstädter im Aufbauspiel das Leder zu Niederlechner weiter, der geschickt für den auf links gestarteten Fabio Wagner durchsteckte. Frei vor Vertiei behielt der 19-Jährige die Nerven und traf mit einem Flachschuss zum 0:2 (45. Min.).

In der zweiten Halbzeit waren der Unterfranken aktiver und belohnten sich mit dem Anschlusstreffer durch Franz Helmer, der eine scharfe Hereingabe von Jacob Engel zum 1:2 über die Linie grätschte (78. Min.). Doch die Freude währte nur kurz, denn fünf Minuten später gelang dem eingewechselten Arian Ortivero Calderon, nach einer starken Balleroberung von Dressel, mit einem Schuss aus 18 Metern das 1:3 (83. Min.) – Schlussmann Vertiei sah dabei nicht gut aus. Doch die Hausherren schlugen noch einmal zurück. Eine fast identische Situation wie vor dem 1:2 nutzte Marco Nickel zum 2:3 (89. Min.). Die fünfminütige Nachspielzeit überstanden die Giesinger schadlos. „Es war ein sehr schweres Auswärtsspiel, deshalb sind wir froh über die drei Punkte“, erklärte Löwen-Trainer Alper Kayabunar nach Schlusspfiff. Seine Mannschaft klettert damit in der Tabelle in das vordere Drittel. (as)

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