Waldorfschüler begeistern mit englischsprachigem Musical

„Rock'n Love” erzählt von Teenagerliebe und -sorgen, von Freundschaft und Gruppenzugehörigkeit. (Foto: Maximilian Rossner)
„Rock'n Love” erzählt von Teenagerliebe und -sorgen, von Freundschaft und Gruppenzugehörigkeit. (Foto: Maximilian Rossner)
„Rock'n Love” erzählt von Teenagerliebe und -sorgen, von Freundschaft und Gruppenzugehörigkeit. (Foto: Maximilian Rossner)
„Rock'n Love” erzählt von Teenagerliebe und -sorgen, von Freundschaft und Gruppenzugehörigkeit. (Foto: Maximilian Rossner)
„Rock'n Love” erzählt von Teenagerliebe und -sorgen, von Freundschaft und Gruppenzugehörigkeit. (Foto: Maximilian Rossner)

Wenn das Publikum am Ende mitsingt und kaum noch auf den Plätzen zu halten ist, dann ist etwas Besonderes gelungen. Genau das passierte bei den Aufführungen von „Rock'n Love” im Gasthof zur Post in Uffing. Rund 50 Schülerinnen und Schüler der Waldorfschule Weilheim hatten seit Oktober an dem ambitionierten Projekt gearbeitet – und bewiesen eindrucksvoll, wie viel Talent in ihnen steckt.

Schwungvollen Choreografien

Das Besondere: Das gesamte Stück wurde auf Englisch aufgeführt. Unter der musikalischen Leitung von Hanni Selbherr und Diego Felipe Quintero vereinte die Produktion Schauspiel, Live-Musik und Tanz zu einem stimmigen Gesamtkunstwerk. Neben den Darstellern auf der Bühne sorgte ein Schülerorchester für den authentischen Sound, während ein Chor nicht nur sang, sondern auch mit schwungvollen Choreografien das Publikum begeisterte.

„Ladies and Gentlemen, lean back, relax and enjoy the show” – mit diesen Worten eines Sprechers und mitreißender Musik begann eine Zeitreise in die Welt der amerikanischen High School der 1950er Jahre. Die Geschichte erzählt von Teenagerliebe und -sorgen, von Freundschaft und Gruppenzugehörigkeit, von Enttäuschungen und der ewigen Frage: Wer bin ich und wo gehöre ich hin? Themen, die heute aktueller sind denn je.

Smarte Lösungen und Tränen in den Augen

Das Bühnenbild setzte auf knallige Farben und smarte Lösungen: In kräftigem Gelb und Lila gehalten, ermöglichte ein drehbares Schild schnelle Szenenwechsel zwischen High School, Kino, Burgerladen und Autowerkstatt. Apropos Autowerkstatt: Für Lacher sorgte das „Auto” der Szene – ein liebevoll inszeniertes Bobbycar.
Die Kostüme im 50er-Jahre-Stil mit modernem Touch rundeten das Bild harmonisch ab. Besonders die „coolen Jungs” gingen sichtlich in ihren Rollen auf. Doch auch emotionale Tiefe kam nicht zu kurz: Als eine der Hauptfiguren mitten im Publikum von ihrem Schwarm einen Korb bekam und anschließend ein berührendes Solo sang, hatte so mancher Zuschauer Tränen in den Augen.

Publikum stimmt im Finale mit ein

Das große Finale riss dann alle mit: Die Darsteller sangen und tanzten nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Zuschauerraum. Das Publikum konnte sich kaum noch auf den Plätzen halten und stimmte begeistert in die Songs ein – ein emotionaler Höhepunkt, der die intensive Probenarbeit der vergangenen Monate würdigte. Dass alles so reibungslos über die Bühne ging, war auch dem Einsatz hinter den Kulissen zu verdanken: Die Lehrer Hans-Georg Schmitz, Dagmar Waidelich, Frau Sagemüller unterstützten das Projekt tatkräftig. Zahlreiche Eltern halfen beim Auf- und Abbau, kümmerten sich um Kostüme, Transporte, Auf-/Abbau sowie Haare und Make-up.

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