Noch gleichen weite Teile des ehemaligen Bayernkaserne-Geländes einer Mondlandschaft. Zumindest aber ist es eine riesengroße Baustelle. Meterhohe Kies- und Sandhaufen türmen sich auf, daneben liegen große Rohre, dazwischen stehen Baufahrzeuge und Bauwagen und darüberhinweg ragen Kräne in die Luft. Bereits aufgebaut und in Betrieb ist das Gymnasium Neufreimann in der Friederike-Nadig-Allee 48. Straßen und Straßennamen gibt es also auch schon. Und die Buslinie 182 fährt durch das Neubaugebiet.
5.500 Wohnungen, Kindertagesstätten, weitere drei Schulen sowie Sportanlagen entstehen. Dazu kommen soziale Einrichtungen wie ein Alten- und Servicezentrum, eine Jugendfreizeitstätte, Nachbarschaftstreffs, eine Zweigstelle der Münchner Volkshochschule und eine Stadtteilbibliothek. Alles in allem ein ganz neuer Stadtteil. Natürlich auch mit Geschäften und sogar einer Feuerwache an der Heidemannstraße.
Ergänzt werden die Gebäude durch einen Stadtpark und Grünflächen. Quer durch das neue Quartier verläuft die Verlängerung der Trambahnlinie 23 von Schwabing-Nord nach Kieferngarten. Bis Neufreimann fertiggestellt ist, werden noch einige Jahre vergehen. Bis Mitte der 2030er Jahre soll die Bebauung dauern.
Bereits fertig ist neben dem Gymnasium und einem großen Mehrparteienhaus in der Südostecke des Geländes nun auch eine Grünanlage mit Spiel- und Sportplatz für die Allgemeinheit: Am Helene-Wessel-Bogen laden vier spitze, pyramidenförmige Holztürme zum Hinaufsteigen und wieder Hinunterrutschen durch lange Metallröhren ein. Eine „Drehscheibe” bietet Platz für viele Kinder gleichzeitig, der inklusive Wasserspielplatz lädt die Kleinen zum Planschen und Matschen ein. Eltern-Kind-Schaukel, Nestschaukel und ein Spielhaus runden das Angebot ab – und es wird bereits gerne angenommen. Eltern, Anwohnern und müden Spaziergänger ermöglichen vielerlei Sitzgelegenheiten entspannte Pausen im Grünen. Sportlich Ambitionierten stehen ein Bolzplatz, Streetballflächen und Tischtennisplatten zur Verfügung. Ein sogenannter Jugendunterstand ermöglicht Treffs im Trockenen. Auch Bäume hat die Stadt gepflanzt: 245 sind es insgesamt. Sie sorgen für lebendiges Grün und werden im Laufe ihres Wachstums auch Schatten spenden.
„Vielfältige und attraktive Grün-, Frei- und Platzflächen, die wir in Neufreimann sukzessive errichten, sind ein Garant für ein nachhaltiges und lebenswertes Miteinander. Auf rund 34.000 Quadratmetern ist am Helene-Wessel-Bogen ein lebendiger Ort für die ersten Bewohner*innen des neuen Siedlungsgebiets entstanden, aber auch ein grüner Ort mit fast 250 neuen Bäumen. Allen kleinen und großen Nutzer*innen wünsche ich ab sofort viel Spaß beim Entdecken, Spielen, Sporteln und Verweilen”, sagt Stadtbaurätin Jeanne-Marie Ehbauer.
Ein Drittel der Grünfläche am Helene-Wessel-Bogen hat das Baureferat errichtet, den anderen Teil der Erschließungsträger. Die Gesamtplanung wurde gemeinsam erarbeitet und mit dem Bezirksausschuss Schwabing-Freimann abgestimmt. Bei der Entwicklung der weiteren Grünflächen Neufreimanns können auch die Bewohner des neuesten Münchner Stadtquartiers ihre Ideen und Wünsche einbringen.