Die 24 Friedhöfe Münchens sind so unterschiedlich wie München selbst: Es gibt Dorffriedhöfe und Parkanlagen, alte Trauerhallen und Friedhöfe mit moderner Architektur. Alle sind Orte des Friedens mitten im Trubel der Großstadt.
Einmal im Monat laden wir ein, einen dieser Friedhöfe kennenzulernen. Der nächste Termin findet am Dienstag, 28. April, um 15 Uhr statt. Pfarrerinnen und Pfarrer zeigen einen Friedhof in ihrer Gemeinde. Sie erzählen, was ihnen selbst dort wichtig ist. Mal hilft ein Blick auf Kunst, Literatur, Geschichte oder es erklingt sogar Musik. Immer wieder wird sich zeigen: Spaziergang über den Nordfriedhof
Friedhöfe sind Orte in der Welt, an denen eine Gemeinschaft versucht, sich auf die Endlichkeit des Lebens einen Reim zu machen. Da der Tod unausweichlich, aber nicht erlebbar ist - ein kluger Kopf sprach mit Blick auf den Tod einmal von der „Nacht der Bildlosigkeit” -, fallen die Vorstellungen und Deutungen des Lebensendes seit jeher recht unterschiedlich aus. Da macht auch der 1899 eröffnete Nordfriedhof, einer der Münchner Großfriedhöfe mit mittlerweile mehr als 37000 Grabstellen und vielen prominenten Ruhestätten, keine Ausnahme. Thomas Mann hat der Nordfriedhof zu einigen Zeilen in „Der Tod in Venedig” inspiriert und auch heute bietet er, ausgehend von der eindrücklichen Trauerhalle, vielfältige Facetten, die es zu erkunden und in ihrer historischen Bedeutung und Entwicklung zu verstehen gilt - und die hier und da auch Anlass zur Nachdenklichkeit geben. Treffpunkt ist vor der Trauerhalle in der Ungererstr. 130. Anmeldung unter https://www.ebw-muenchen.de/veranstaltungen/friedort-3/