Wie gewohnt war die Silvesternacht für die Münchner Polizei auch diesmal arbeitsreich. Im Zeitraum vom 31. Dezember, 18 Uhr, bis 1. Januar, 7 Uhr, fuhren die Einsatzkräfte zu knapp 680 Einsätzen. Es handelte sich dabei unter anderem um 42 Ruhestörungen, 33 Körperverletzungsdelikte, sowie über 75 Einsätze wegen Pyrotechnik und 85 Einsätze im Zusammenhang mit Bränden.
An den zentralen Feierörtlichkeiten war ein hohes Personenaufkommen zu verzeichnen: Im Bereich des Marienplatzes und der Fußgängerzone befanden sich gegen Mitternacht um die 6.000 Personen, um dort das neue Jahr zu begrüßen. Dort gab es ein komplettes Feuerwerksverbot von 21 bis 2 Uhr.
Am Friedensengel, dem Europaplatz und den angrenzenden Parkanlagen feierten um die 3.000 Personen. Der Bereich war für den Verkehr von 23.30 bis 1.45 Uhr gesperrt. Im Bereich des Olympiabergs waren um die 6.000 Personen unterwegs. Auch auf der Veranstaltung „Silvestermeile” auf der Ludwigstraße befanden sich mehrere tausend Personen.
Trotz der weitgehenden friedlichen Stimmung kam es im Kontext der genannten Einsätze auch zu erwähnenswerten Vorfällen. Gegen 22.45 Uhr entzündeten bislang unbekannte Personen vermutlich mittels eines pyrotechnischen Gegenstands eine Gartenhecke im Amalienweg in Kirchheim. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Es kam zu einem Sachschaden von mehreren tausend Euro.
Gegen 0.30 Uhr wurde ein auf einer Einsatzfahrt in der Candidstraße befindliches Polizeifahrzeug vermutlich von einem Feuerwerkskörper beschädigt. Der Gegenstand wurde von der Fußgängerbrücke am Grünwalder Stadion abgeschossen. Die eingesetzten Polizisten wurden nicht verletzt. Der Sachschaden wird auf über tausend Euro geschätzt. Es wird nun unter anderem wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum in den Bereichen Candidstraße (Untergiesing) oder Amalienweg (Kirchheim) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesen Vorfällen stehen könnten? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.