Am Montag, 19. Januar, gegen 14.10 Uhr wurde die Polizei über den Notruf 110 darüber verständigt, dass angeblich eine Person mit Pistole vor der Wohnungstür des Mitteilers stehen sollte. Bei dem Mitteiler handelte es sich um einen 61-Jährigen, der in München wohnhaft ist.
Daraufhin wurde ein entsprechender Polizeieinsatz durchgeführt. Vor Ort konnte die Bedrohungslage aber nicht bestätigt werden. Stattdessen trafen die Polizeibeamten im Treppenhaus auf den Mitteiler, welcher ein Messer in der Hand hielt und anschließend wieder in seine Wohnung ging. Im Rahmen der Abklärungen wurde eine bereits länger andauernde psychische Auffälligkeit bei dem 61-Jährigen bekannt. Da nicht klar war, ob sich nicht noch jemand anderes in der Wohnung befand, wurden Spezialeinsatzkräfte der Polizei hinzugezogen.
Weil eine Kontaktaufnahme mit dem Mitteiler nicht mehr möglich war, betraten die Spezialeinsatzkräfte schließlich die Wohnung. Im Rahmen dessen wurde ein Polizeibeamter durch den 61-Jährigen mit dem Messer angegriffen und mehrfach gestochen. Lediglich die Schutzausstattung konnte hierbei eine schwere Verletzung des Beamten verhindern.
Der 61-Jährige konnte schließlich entwaffnet und festgenommen werden. Er war verletzt und in ein Krankenhaus zur weiteren Behandlung gebracht. Eine Unterbringung des 61-Jährigen in der Psychiatrie wird geprüft. Die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts hat das Kommissariat 11 übernommen.