Einen Abend über die Grundlagen der Demokratie und die Herausforderungen ihrer Gegenwart veranstaltet das Bildungszentrum Einstein 28 (Einsteinstraße 28) am Freitag, 2. Oktober, von 19 bis 20.30 Uhr. In einem Podiumsgespräch geht es um Meinungsfreiheit, Populismus und Verfassungsgrenzen. Der Eintritt ist frei.
„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – kaum ein Satz prägt das Selbstverständnis der Bundesrepublik stärker als Artikel 1 des Grundgesetzes. Doch welche Bedeutung hat dieser Verfassungsgrundsatz in einer Zeit, in der über die Grenzen der Meinungsfreiheit, den Umgang mit populistischen Bewegungen und die Rolle des Verfassungsschutzes intensiv gestritten wird?
Der Schriftsteller und Jurist Georg M. Oswald geht der Entstehungsgeschichte des berühmtesten Satzes des Grundgesetzes nach - und zeigt, warum die Menschenwürde nach den Erfahrungen von Diktatur, Krieg und Entmenschlichung zum Fundament der neuen Demokratie wurde. Zugleich richtet Oswald den Blick auf aktuelle Debatten: Wie weit reicht die Meinungsfreiheit? Wo stößt sie an die Grenzen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung? Und wie lässt sich eine offene Gesellschaft gegen ihre Feinde verteidigen, ohne ihre eigenen Prinzipien zu gefährden?
Die Veranstaltung findet im Rahmen der bayernweiten „Langen Nacht der Demokratie” statt. Die landesweite Koordination für 2026 übernimmt der Bayerische Volkshochschulverband. In den Kommunen und Landkreisen gestalten engagierte Kooperationspartner ein vielfältiges Programm für Menschen jeden Alters. Am Vorabend des Tags der Deutschen Einheit wird in unterschiedlichen Formaten über Demokratie nachgedacht, diskutiert und gemeinsam gefeiert.