Veröffentlicht am 17.06.2026 09:02

Musik von Weltrang

Zur Eröffnung der Musiktage spielt die aus Feldafing stammende Cellistin Raphaela Gromes mit Franziska Hölscher (Violine) und Kit Armstrong (Piano).  (Foto: wildundleise)
Zur Eröffnung der Musiktage spielt die aus Feldafing stammende Cellistin Raphaela Gromes mit Franziska Hölscher (Violine) und Kit Armstrong (Piano). (Foto: wildundleise)
Zur Eröffnung der Musiktage spielt die aus Feldafing stammende Cellistin Raphaela Gromes mit Franziska Hölscher (Violine) und Kit Armstrong (Piano). (Foto: wildundleise)
Zur Eröffnung der Musiktage spielt die aus Feldafing stammende Cellistin Raphaela Gromes mit Franziska Hölscher (Violine) und Kit Armstrong (Piano). (Foto: wildundleise)
Zur Eröffnung der Musiktage spielt die aus Feldafing stammende Cellistin Raphaela Gromes mit Franziska Hölscher (Violine) und Kit Armstrong (Piano). (Foto: wildundleise)

Große Musikwelt in kleiner Seegemeinde! Die Musiktage Feldafing werden unter der künstlerischen Leitung der Geigerin Franziska Hölscher und dem weltbekannten Pianisten Kit Armstrong in diesem Jahr vom 24. bis 28. Juni veranstaltet. Auf dem anspruchsvollen Programm stehen fünf Konzerte mit Werken von Schubert, Beethoven, Mozart, Haydn, Brahms, Grieg, Wagner, Gershwin und Ernst von Dohyanni sowie Rebecca Clarke und dem zeitgenössischen deutschen Komponisten Wolfgang Rihm.
Informationen zum Programm und zum Ticketverkauf unter www.musiktage-feldafing.com.
Anders als in den Vorjahren steht die St. Peter- und Paul-Kirche aufgrund von dringlichen Renovierungsarbeiten als Konzertort nicht zur Verfügung. Stattdessen können sich Klassikfans auf Kammermusiktage in der Kirche Heilig Kreuz in Feldafing freuen. „Die ansprechende Architektur dieser Kirche und das moderne Ambiente bieten eine andere, aber auch ganz besondere Atmosphäre und gute Akustik“, betont Prof. Axel Spring, erster Vorsitzender des Freundeskreises, der die Musiktage Feldafing organisiert.

Franziska Hölscher und das musikalische Ausnahmetalent Kit Armstrong haben erneut Musiker von Weltrang direkt an den Starnberger See locken können, so Jasmine Choi, Matthias Schorn, Benjam Appl, Okka von der Damerau, Milena Viotti, José Trigo sowie das Quatuor Arod Streichquartett. Die international viel beachtete Cellistin Raphaela Gromes kehrt in ihre Heimat zurück und ist ebenfalls auf der Festivalbühne zu erleben.

Eröffnungskonzert

Bereits das Eröffnungskonzert mit den beiden künstlerischen Leitern sowie Raphaela Gromes spiegelt das musikalische Konzept wider, das die Musiktage so erfolgreich macht. Werke eines der bedeutendsten zeitgenössischen deutschen Komponisten, Wolfgang Rihm und der nahezu unbekannten britischen Komponistin Rebecca Clarke werden mit dem bekannten Klaviertrio op-70,2 von Ludwig van Beethoven kombiniert.

Werke von Schubert

Bei dem zweiten Konzert am 25. Juni werden ausschließlich Werke von Franz Schubert aufgeführt. Raphaela Gromes, die zu den gefragtesten jungen Künstlerinnen zählt und mit ihrem Buch „Fortissima“ und der gleichnamigen Doppel-CD auf das Schicksal des Vergessens von Komponistinnen des 19. und 20. Jahrhunderts hinweist, interpretiert zusammen mit Kit Armstrong die sogenannte Arpeggione-Sonate. Danach wird einer der bekanntesten Liederzyklen „Die schöne Müllerin“ von Bariton Benjamin Appl zusammen mit Kit Armstrong dargeboten. Appl ist einer der bekanntesten Liedinterpreten und erhielt im November 2025 den Bayerischen Kunstpreis in der Kategorie „Stimme“.

Gegenüberstellungen

Am 26. Juni werden Werke von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart Reflektionen von Kit Armstrong über diese beiden Komponisten gegenübergestellt. Bei diesem Konzert kommt es zu der Wiederbegegnung mit dem Quatuor Arod, das im vergangenen Jahr das Feldafinger Publikum begeisterte und glücklicherweise bei ihren vielen internationalen Verpflichtungen wieder engagiert werden konnte. Zudem nehmen der Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker Matthias Schorn und die renommierte Flötistin Jasmine Choi an diesem wie auch den folgenden Konzerten teil.

Zwei Antipoden

Ein besonderes Erlebnis wird das Konzert am 27.Juni werden, bei dem eine der hervorragendsten Mezzosopranistinnen der Welt, Okka von der Damerau, auftritt. Sie singt u.a. in Wien, Mailand, Rom und Berlin. Das Konzert wird geprägt von den beiden Antipoden Richard Wagner und Johannes Brahms, ergänzt durch Instrumentalwerke von Franz Schubert und Edward Grieg.

250 Jahre Amerika

Das Abschlusskonzert am 28.Juni trägt den Übertitel „250 Jahre Amerika“ anlässlich des 250. Jahrestages der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung der USA am 4. Juli 1776. Es enthält Werke amerikanischer Komponisten, wobei als Hauptwerke das Sextett von Ernst von Dohnanyi und das Klavierkonzert von George Gershwin in einer Instrumentierung durch Kit Armstrong gespielt werden. Zu den Solisten der vorausgehenden Konzerte kommen noch die Hornistin Milena Viotti vom Bayerischen Staatsopernorchester und der Kontrabassist José Trigo vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks hinzu.

„Ich liebe die Atmosphäre”

Raphaela Gromes freut sich sehr auf das Festival:
„Gerade solche Konzerte bedeuten mir oft besonders viel. Natürlich sind die großen internationalen Häuser aufregend, aber in Feldafing, meiner Wahlheimat, zu spielen, hat eine ganz besondere persönliche Dimension. Ich liebe die Atmosphäre am Starnberger See und dieses Gefühl von Nähe und Vertrautheit, das man bei einem Festival wie den Musiktagen spürt. Außerdem ist Kammermusik für mich etwas unglaublich Intimes – fast wie ein musikalisches Gespräch unter Freunden. Die Kirche Heilig Kreuz bietet dafür einen wunderbaren Raum und eine ganz besondere Atmosphäre.”

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