Für einen Lkw-Fahrer ist es heute auf der Chiemgaustraße im wahrsten Sinne des Wortes etwas zu eng geworden. Der Fahrer hatte offenbar die Höhe seines Fahrzeugs unterschätzt und war mit seinem Auflieger in einer Bahnunterführung stecken geblieben. Beim Eintreffen der Feuerwehr war das hintere Drittel des Aufliegers bereits stark deformiert
und unter der Brücke verkeilt. Die Bergung gestaltete sich zusätzlich schwierig, da sich unmittelbar neben dem Fahrzeug eine noch unter Spannung stehende Oberleitung befand. Bevor die Einsatzkräfte mit den eigentlichen Bergungsmaßnahmen beginnen konnten, musste diese daher zunächst freigeschaltet und geerdet werden.
Anschließend versuchte die Feuerwehr, dem Lkw die entscheidenden Zentimeter an Höhe zu nehmen. Zunächst wurde die Luftfederung vollständig abgesenkt. Da dies noch nicht ausreichte, ließen die Einsatzkräfte zusätzlich etwa ein Drittel des Luftdrucks aus den Reifen ab. Die Maßnahmen zeigten schließlich Wirkung - das Fahrzeug konnte weit genug abgesenkt werden, sodass sich der Fahrer mit seinem Lkw aus eigener Kraft aus der Unterführung befreien konnte. Während des Einsatzes war der Tramverkehr in südlicher Richtung vollständig gesperrt. Die Polizei wird die Brücke gemeinsam mit einem Statiker auf mögliche Schäden überprüfen.