Während viele andere seiner Generation ihr künstlerisches Erweckungserlebnis im Rock’n’Roll hatten, war für Leonard Cohen der spanische Dichter Federico García Lorca wegweisend. Dessen Gedichte führten Cohen an die Lyrik heran, machten ihn selbst zum Dichter. Beide sahen sich in der literarischen Tradition der Schwarzen Romantik und zelebrierten Leben und Tod, Schönheit und Vergänglichkeit. „Gedichte müssen rezitiert werden, in einem Buch sind sie tot“, befand Lorca, der selbst eine große Nähe zur spanischen Volksmusik, zum Flamenco und zum Jazz hatte.
Thomas Kraft, Autor und Literaturkritiker, erzählt bei der Lesung „Die Würde des Schmerzes” am Samstag, 7. Februar, um 19.30 Uhr im Pfarrstadel Weßling unterhaltsam und spannend aus beider Dichter Leben und vor allem davon was den Kanadier Leonard Cohen so innig mit dem Andalusier Federico García Lorca verband. Flamencogitarrist und Sänger Ricardo Volkert begleitet die Lesung mit Vertonungen aus Garcia Lorcas „Zigeuner-Romanzen“ (Romancero Gitano), andalusischen Volksliedern und Songs von Leonard Cohen.