Wer auf der Suche nach einer krisensicheren Ausbildung ist, sollte einen Blick auf das Rollladen- und Sonnenschutztechniker-Handwerk werfen. Hier gibt es noch Ausbildungsplätze für einen echten Zukunftsberuf.
„Viele junge Frauen und Männer wissen nach dem Schulabschluss nicht, wie ihre berufliche Zukunft aussehen soll. Die Ausbildung zum Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker (R+S-Mechatroniker) ist nicht nur eine zukunfts- und krisensichere Grundlage, sondern bietet auch zahlreiche Möglichkeiten für eine selbstbestimmte und flexible Karriere“, sagt Ingo Plück, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Rollladen + Sonnenschutz (BVRS).
Der Beruf des R+S-Mechatronikers kombiniert klassisches Handwerk mit moderner Technik. Die Azubis lernen den Umgang mit Holz, Metall und Kunststoff, qualifizieren sich zur Elektrofachkraft und arbeiten mit Sensorik, Steuerungen und Smart-Home-Systemen. Dabei ist jeder Auftrag anders: Mal geht es um die Ausstattung eines Einfamilienhauses mit Rollläden und Markisen, mal um den automatisierten Sonnenschutz durch Raffstoren an einem Bürogebäude.
Neben der fachkundigen Beratung zur Technik ist auch ein Gespür für Gestaltung gefragt. Diese Kombination macht die Ausbildung für Absolventinnen und Absolventen aller Schulformen attraktiv. Denn der Sonnenschutz soll nicht nur funktionieren, er muss auch zur Architektur des Gebäudes und zum Lebensstil der Bewohner passen. Die Arbeit ist abwechslungsreich, praxisnah und bringt Spaß: Wer am Ende auf fertige Sonnenschutz-Anlage blickt, sieht das Ergebnis seines Know-hows.
Und nach der Ausbildung? Möglichkeiten gibt es viele: den Weg zum Meistertitel, die Selbstständigkeit oder eine spätere Weiterbildung zum Betriebswirt (HwO). Sogar ein Studium ohne Abitur ist möglich. „Im Laufe des Berufslebens verdient ein R+S-Mechatronikermeister ähnlich gut wie ein Bachelor-Absolvent und hat zudem die Wahl, ob er angestellt arbeiten, einen Betrieb übernehmen oder selbst gründen möchte“, so Ingo Plück.
Einen guten Eindruck über diesen krisensicheren Beruf vermittelt ein Praktikum. Wer den Job aus der Nähe erleben möchte, sollte sich einfach in einem Rollladen- und Sonnenschutzfachbetrieb vor Ort melden. Auf der Website www.rs-mechatroniker.de/ausbildungsplaetze finden sich Ansprechpartner und offene Ausbildungsstellen in ganz Deutschland.
Ob als elegante Fassadengestaltung, als robustes Dachgebälk, als hochwertiger Bodenbelag im Innen- oder Außenbereich: Holz kommt in ganz unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz. Ebenso vielfältig sind die Ausbildungs- und Berufschancen im Holzfachhandel. Kaufleute im Groß- und Außenhandelsmanagement koordinieren Warenströme und pflegen Handelsbeziehungen. Gleichzeitig fordert die Digitalisierung neue Talente: Kaufleute für E-Commerce pflegen die digitalen Schnittstellen, entwickeln Online-Vertriebskanäle und machen den Rohstoff Holz für eine vernetzte Welt zugänglich. Doch auch hinter den Kulissen ist Präzision gefragt. Fachkräfte für Lagerlogistik garantieren, dass die empfindlichen Materialien unter optimalen Bedingungen gelagert werden und termingerecht auf der Baustelle ankommen. Forstwirte wiederum sichern durch ihre Expertise im Wald die Grundlage des gesamten Wirtschaftskreislaufs. Auf Portalen wie www.holzvomfach.de finden sich weitere Details zu den verschiedenen Ausbildungsberufen, zu Voraussetzungen für den Einstieg und zu möglichen Karrierewegen.