Nach drei Jahren intensiver Zusammenarbeit blicken der Landkreis Erding und 24 teilnehmende Kommunen auf ein erfolgreiches Klimaschutznetzwerk zurück. Das Projekt leistete einen entscheidenden Beitrag zur regionalen Energiewende und endete offiziell zum 31. Dezember 2025. Das im Februar 2022 ins Leben gerufene Netzwerk forcierte den Austausch zwischen den Kommunen und entwickelte praxisnahe Lösungen für den Klimaschutz. Während der gesamten Laufzeit fanden insgesamt zwölf Netzwerktreffen statt. Diese Treffen boten Raum für Fachvorträge sowie Besichtigungen und stellten einen stetigen Informationsfluss zu aktuellen Förderprogrammen sicher.
Dank der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes wurde das Vorhaben mit 70 Prozent gefördert. Die fachliche Durchführung lag in den Händen des Instituts für Energietechnik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg Weiden, während die EVE GmbH für die Planung und Organisation verantwortlich zeichnete. Neben dem allgemeinen Wissensaustausch stand die individuelle Beratung der Kommunen im Fokus. Im Rahmen dieser Fachberatung wurden rund 50 Maßnahmen zur Energieeinsparung in kommunalen Liegenschaften sowie zum Einsatz erneuerbarer Energien untersucht.
Zusätzlich betrachteten die Experten etwa 30 Projekte zur Identifizierung von Wärmeverbundlösungen für Bestandsgebäude und Neubaugebiete. Die erarbeiteten Ergebnisse dienen den einzelnen Kommunen nun als fundierte Grundlage für die anstehende kommunale Wärmeplanung. Jede Gemeinde erhielt hierfür spezifische Handlungsempfehlungen sowie ökologische Bilanzierungen und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen. Über eine mögliche Fortführung des Klimaschutznetzwerks wird nach den Kommunalwahlen im zweiten Quartal 2026 entschieden. Bis zu diesem Zeitpunkt verfügen die beteiligten Kommunen über einen umfangreichen Maßnahmenkatalog, um die lokale Energiewende eigenständig weiter voranzutreiben.