Gerade erst haben in Bayern die Sommerferien begonnen – an den Beginn des neuen Schuljahres am 15. September mag aktuell noch niemand denken. Dabei sollten Eltern schon jetzt die ersten Vorkehrungen treffen – und das beinhaltet nicht nur den Kauf von Stiften, Heften und Schultasche. Der Auto Club Europa (ACE) rät allen Eltern, den Schulweg mir ihren Kindern bereits jetzt, also noch in den Sommerferien, einzuüben und nicht erst kurz vor dem ersten Schultag.
Gerade für Schulanfängerinnen und -anfänger – aber keineswegs ausschließlich – ist es unerlässlich, den Schulweg vor der Einschulung mehrmals gemeinsam mit den Eltern abzulaufen. So können die Verkehrsregeln eingeübt und Gefahrenstellen auf dem Weg erkannt werden. Es empfiehlt sich, gemeinsam mit dem Kind einen sicheren Schulweg festzulegen. „Der kürzeste Weg zur Schule ist aber nicht immer der beste. Gefahren wie mehrspurige Straßen, unübersichtliche Kreuzungen oder Ein- und Ausfahrten zu Grundstücken sollten vor dem Schulstart auf dem Weg zur Schule identifiziert und wenn möglich vermieden werden“, so Ursula Hildebrand, ACE-Regionalbeauftragte Club und Ehrenamt für Südbayern. So kann ein Schulweg, der ein paar Minuten länger ist, sicherer sein – und sollte dann auch als „Standard-Schulweg“ zwischen Eltern und Kindern vereinbart werden. Zudem sollte das richtige Verhalten an Gefahrenstellen – zum Beispiel an Kreuzungen oder auch bei Baustellen – eingeübt werde. Auch auf eine gute Beleuchtung ist bei der Wahl des Weges zu achten – dies wird spätestens im Herbst, wenn es morgens noch nicht richtig hell oder vielleicht neblig ist, relevant. Entsprechende Reflektoren an der Kleidung und der Schultasche sorgen für mehr Sicherheit.
Müssen Kinder mit dem Bus in die Schule fahren, ist es sinnvoll, auch hier das richtige Verhalten zu besprechen und zu üben. Und: Auch Autofahrerinnen und Autofahrer sind hier in der Pflicht. Es ist immer damit zu rechnen, dass Kinder vom Schulbus verdeckt werden oder aussteigende Kinder abgelenkt sind. Auch tobende Kinder am Straßenrand sind an Bushaltestellen keine Seltenheit. Kinder unter 14 Jahren können die Geschwindigkeit von herannahenden Fahrzeugen noch nicht richtig einschätzen – deshalb ist es wichtig, in Gegenwart von Kindern nahe der Fahrbahn immer besonders langsam und achtsam zu fahren und jederzeit bremsbereit zu sein.