Es gibt einen Wintergarten, einen Töpferraum, eine Werkstatt, einen Gymnastikraum, zahlreiche Ansprechpartnerinnen und Ehrenamtliche, kurz: im Alten- und Service-Zentrum (ASZ) Allach-Untermenzing steckt jede Menge Leben. Wer das ASZ in der Manzostraße 105 bis dato noch nicht kannte, war Ende April zum Tag der offenen Tür eingeladen. Und wer es bereits kannte, durfte natürlich auch kommen. Neben anregenden Gesprächen, gab es kurze Vorträge und Führungen durchs Haus.
Seit 1979 existiert der Standort des ASZ in der Manzostraße, im selben Haus befindet sich das Alten- und Pflegeheim der Münchenstift GmbH. Zudem wurde im Jahr 2019 die Außenstelle am Oertelplatz eröffnet. Das Angebot kann sich sehen lassen: Es gibt viele Kurse, etwa Gedächtnistraining, Yoga, Qigong, Beschwingte Wirbelsäulengymnastik und verschiedene Sprachkurse. Beliebt sind zudem Gruppenangebote wie die Wander- und Radelgruppe, die Töpfergruppe, die Holzwerkstatt und die Singgruppe. Es ist ein Haus der Möglichkeiten.
Doch das ASZ ist auch Ansprechpartner, wenn es um wichtige Fragen rund ums Älterwerden geht. „Besucherinnen und Besucher kommen häufig mit Fragen zur häuslichen und hauswirtschaftlichen Versorgung, insbesondere zur Pflegeversicherung und Organisation der ambulanten Pflege, zum Umgang mit herausfordernden Lebenssituationen”, sagt Einrichtungsleiterin Manuela Arnsperger und ergänzt: „Teilhabemöglichkeiten im ASZ und im Stadtteil sind auch ein häufiges Anliegen. Die Menschen suchen Kontakte und Möglichkeiten aktiv am Leben teilnehmen zu können.”
Um den Seniorinnen und Senioren ein selbstständiges Leben im eigenen Zuhause zu ermöglichen, sei zudem der präventive Effekt der Angebote eine wichtige Aufgabe. „Eine Vielzahl an Kurs- und Gruppenangeboten hat den Erhalt und die Stärkung der geistigen und körperlichen Fitness unserer Besucherinnen und Besucher zum Ziel. Wir sind eine wichtige Anlaufstelle in Allach-Untermenzing für gemeinsamen Austausch und Begegnung in positiver Atmosphäre mit anderen Menschen. Einsamkeit im Alter entgegenzuwirken, ist eine wichtige Maßnahme auch für den Erhalt der Selbständigkeit im eigenen Zuhause”, so Manuela Arnsperger.
Auch Menschen, die an Demenz erkrankt sind, hat das ASZ Allach-Untermenzing im Blick. „Im Rahmen unseres ehrenamtlichen Mobilen Helferkreises besuchen speziell geschulte Demenzhelferinnen und -helfer ältere Menschen mit einer Demenzerkrankung, nehmen sich Zeit für sie und entlasten dadurch pflegende Angehörige. Alle unsere Angebote beugen grundsätzlich einer Demenzerkrankung vor. Sie fördern soziale Kontakte und das wiederum ist eine der besten präventiven Maßnahmen”, sagt die Einrichtungsleiterin. Menschen mit beginnender und fortschreitender Demenz würden so lange wie möglich aktiv in die Angebote eingebunden.
Eine Zahl die besonders beeindruckt: Rund 60 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich derzeit im ASZ Allach-Untermenzing. „Ohne das Engagement unserer Ehrenamtlichen könnten viele Projekte und Angebote bei uns nicht in einer solchen Weise funktionieren”, betont Manuela Ansperger. „Die freiwillig Engagierten der Holzgruppe, der Töpfergruppen, der Kreativwerkstatt und des Nadelspiels unterstützen uns mit ihrer Kreativität und ihrem handwerklichen Geschick. Bei der Gestaltung von Festen und Feiern, unseren digitalen Sprechstunden, den Wanderungen und Radeltouren, beim sozialen Mittagstisch oder beim ehrenamtlichen Mobilen Helferkreis kommen die Ehrenamtlichen zum Einsatz.”
Das Programmheft des ASZ Allach-Untermenzing erscheint gedruckt und online dreimal im Jahr. Weitere Infos gibt es unter www.asz-allach-untermenzing.de.
Die 34 Münchner Alten- und Service-Zentren sind die Wegbegleiter für Münchner Seniorinnen und Senioren und deren Angehörige. Das ASZ Allach-Untermenzing ist Ansprechpartner im 23. Stadtbezirk zu den wichtigen Fragen rund um das Älterwerden. Es ist eine soziale Einrichtung der Landeshauptstadt München unter der Betriebsführung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Landesverband Bayern e.V..