Grundstein gelegt: Berufliches Schulzentrum München-Land wird erweitert

Schulleiter Jörg Schnadel, Architekt Tobias Mattes von Köhler und Landrat Christoph Göbel (vorne von links) mit der Zeitkapsel, die in den Grundstein für den Erweiterungsbau des Beruflichen Schulzentrums gelegt wurde. (Foto: bas)
Schulleiter Jörg Schnadel, Architekt Tobias Mattes von Köhler und Landrat Christoph Göbel (vorne von links) mit der Zeitkapsel, die in den Grundstein für den Erweiterungsbau des Beruflichen Schulzentrums gelegt wurde. (Foto: bas)
Schulleiter Jörg Schnadel, Architekt Tobias Mattes von Köhler und Landrat Christoph Göbel (vorne von links) mit der Zeitkapsel, die in den Grundstein für den Erweiterungsbau des Beruflichen Schulzentrums gelegt wurde. (Foto: bas)
Schulleiter Jörg Schnadel, Architekt Tobias Mattes von Köhler und Landrat Christoph Göbel (vorne von links) mit der Zeitkapsel, die in den Grundstein für den Erweiterungsbau des Beruflichen Schulzentrums gelegt wurde. (Foto: bas)
Schulleiter Jörg Schnadel, Architekt Tobias Mattes von Köhler und Landrat Christoph Göbel (vorne von links) mit der Zeitkapsel, die in den Grundstein für den Erweiterungsbau des Beruflichen Schulzentrums gelegt wurde. (Foto: bas)

Ein Großprojekt des Landkreises München nimmt allmählich Gestalt an: der Erweiterungsbau des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums München-Land in Riem. Knapp ein Jahr nach dem Spatenstich haben Landrat Christoph Göbel und Schulleiter Jörg Schnadel nun den Grundstein gelegt.

Das Berufliche Schulzentrum, das unter anderem Hauswirtschaft, Landwirtschaft, Pferdewirtschaft und Kinderpflege anbietet, liegt direkt am S-Bahnhalt Riem, bei den Rennbahnen - und damit knapp gar nicht auf Landkreisgebiet. Sein Einzugsgebiet sind jedoch die Landkreise München, Erding und Ebersberg. Teilweise kommen die Schülerinnen und Schüler bis aus dem Allgäu, in der Pferdewirtschaft aus ganz Bayern und - wegen eines Abkommens des Landkreises München - sogar aus Südtirol. Bedingt durch die konstant wachsenden Schülerzahlen ist das Berufsschulen in den vergangenen zehn Jahren immer weiter ausgebaut worden. Auch Außenstellen in Feldkirchen und Kirchseeon gibt es. Der Erweiterungsbau in Riem sei nach Angaben des Landratsamtes dringend benötigt - er soll ein „Leuchtturm der Bildungslandschaft” werden.

Gesamtkosten rund 84 Millionen Euro

Für dieses „einzigartige Schulzentrum” sei die Grundsteinlegung nun ein „bedeutsamer Anlass”, betonte Landrat Christoph Göbel vor den geladenen Gästen, wozu neben einigen Kommunalpolitikern zwei Landtagsabgeordnete aus dem Landkreis München, Maximilian Böltl und Nikolaus Kraus, gehörten. Um das Bauprojekt stemmen zu können, will der Landkreis auf das vom Bund bereitgestellte Sondervermögen für Infrastruktur zurückgreifen: Die Förderung soll etwa acht Prozent der veranschlagten Gesamtkosten von 84 Millionen Euro ausmachen.

Fertig sein soll der Erweiterungsbau, ein Holzgebäude mit Holzdach, im Frühjahr 2029. Geplant sind darin unter anderem eine Aula, eine Mensa, eine Sporthalle sowie zusätzliche Räume für Gymnastik und Fitness. Das Gebäude wird barrierefrei errichtet und erhält ein Leitsystem für sehbeeinträchtigte Menschen. Mit dem Erweiterungsbau können rund 1.000 Schüler am Schulzentrum in Riem lernen, auch wenn wegen des Blockunterrichts nie alle gleichzeitig vor Ort sein werden.

Zeitkapsel mit Zimtschnecken-Rezept

„Wir sind dankbar für die Unterstützung des Landkreises”, meinte Schulleiter Jörg Schnadel, der in seiner Rede anmerkte, dass die Grundsteinlegung exakt 80 Jahre nach der Ratifizierung der Bayerischen Verfassung am 26. Oktober 1946 stattfand. Für die Schule stehe die Verfassung dafür, dass der Auftrag über die Vermittlung von Fachwissen hinausreiche. Eine Schule vermittle auch Werte und begleite junge Menschen auf ihrem Weg zu mündigen Bürgern, sagte Schnadel. Somit kam auch eine gedruckte Ausgabe der Verfassung in die obligatorische Zeitkapsel, neben üblichen Erinnerungsstücken wie einer aktuellen Tageszeitung, Münzen oder Luftbildern der Schule. Schülerinnen und Schüler hatten zudem Bastelarbeiten aus der Kinderpflege sowie ein Rezept für Zimtschnecken beigesteuert.

Anschließend legten Göbel, Schnadel und Architekt Tobias Mattes von Köhler die befüllte Zeitkapsel in den Grundstein, versiegelten sie und betonierten sie ein. Damit ist auch ein Stück Gegenwart dauerhaft im zukünftigen Schulgebäude verankert.

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