Veröffentlicht am 07.04.2026 16:52

Großes Bauprojekt bringt mehr Komfort für Fußgänger und Radfahrer auf der Domagkstraße

Bisher teilen sich Radfahrer und Fußgänger das schmale Trottoir an der Domagkstraße in Nähe der Ungererstraße. Nach dem Umbau werden beide getrennte Spuren haben, die noch dazu viel breiter sind.  (Foto: mha)
Bisher teilen sich Radfahrer und Fußgänger das schmale Trottoir an der Domagkstraße in Nähe der Ungererstraße. Nach dem Umbau werden beide getrennte Spuren haben, die noch dazu viel breiter sind. (Foto: mha)
Bisher teilen sich Radfahrer und Fußgänger das schmale Trottoir an der Domagkstraße in Nähe der Ungererstraße. Nach dem Umbau werden beide getrennte Spuren haben, die noch dazu viel breiter sind. (Foto: mha)
Bisher teilen sich Radfahrer und Fußgänger das schmale Trottoir an der Domagkstraße in Nähe der Ungererstraße. Nach dem Umbau werden beide getrennte Spuren haben, die noch dazu viel breiter sind. (Foto: mha)
Bisher teilen sich Radfahrer und Fußgänger das schmale Trottoir an der Domagkstraße in Nähe der Ungererstraße. Nach dem Umbau werden beide getrennte Spuren haben, die noch dazu viel breiter sind. (Foto: mha)

Gleich nach Ostern startete die Stadt ein großes Bauprojekt in der Domagkstraße: Die Straße wird auf ihrer ganzen Länge von rund 1,5 Kilometern für den Radfahrer- und Fußgängerverkehr sicherer gemacht. Dafür investiert die Stadt mehr als 16,5 Millionen Euro, die aus der Nahmobilitätspauschale (siehe Infokasten) finanziert werden.

Zwischen Leopoldstraße und Ungererstraße legt das Baureferat beidseitig Radwege an und die Gehwege werden ausgebaut. Die Radwege auf den Streckenabschnitten zwischen den Kreuzungen werden überwiegend 2,50 Meter breit. Ein 50 Zentimeter breiter Sicherheitsstreifen soll den Rad- vom Autoverkehr trennen. Das den Umbaumaßnahmen zugrundeliegende Konzept des Mobilitätsreferats sieht außerdem auf Höhe des Zaunwegs für Fußgänger eine neue sichere Querungsmöglichkeit mit Mittelinsel vor. Die Bushaltestellen entlang der Strecke sollen barrierefrei ausgebaut und mit Wartehäuschen versehen werden. Darüber hinaus sind eine Sanierung der Straßenbeleuchtung und eine Erneuerung der Ampelanlagen vorgesehen. Lieferzonen werden neu geordnet, Taxi-Standplätze verlegt und E-Ladepunkte an einem nahegelegenen Standort ersetzt.

Konfliktpotential verringert sich

„Die Domagkstraße ist als Teil des Äußeren Radlrings eine für den Radverkehr wichtige und viel befahrene Verbindung zwischen der Parkstadt Schwabing und dem Domagkpark sowie dem Englischen Garten. Bisher war der Radverkehr hier abschnittsweise auf der Fahrbahn bei Tempo 50 oder auch auf einem schmalen Gehweg, der für den Radverkehr freigegeben ist, unterwegs. Ich freue mich, dass durch den Umbau zukünftig der Rad- und Fußverkehr jeweils eine eigene Verkehrsfläche zur Verfügung hat und es so zu weniger Konflikten kommt. Zusätzlich werden auch die angrenzenden großen Kreuzungsbereiche an der Leopold- und an der Ungererstraße übersichtlicher und damit sicherer gestaltet“, erklärt Mobilitätsreferent Georg Dunkel.

Und Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer fügt hinzu: „Mit dem Umbau der Domagkstraße erhöhen wir die Sicherheit und den Komfort für alle, die hier zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Bus unterwegs sind. Wer die bisherige Infrastruktur vor Ort kennt, der weiß, dass schmale Fuß- und Radverkehrsanlagen dem aktuellen Mobilitätsverhalten und wachsenden Radverkehrsaufkommen nicht mehr angemessen sind. Breitere Gehwege, sichere Radwege und neue barrierefreie Haltestellen tragen fortan zur deutlichen Verbesserung der Verkehrssituation bei.”

Parkplätze fallen weg

Damit die Rad- und Gehwege realisiert werden können, fallen zwischen der Ungerer- und der Leopoldstraße die längsseitigen Parkplätze weg.

Die Bauarbeiten erfolgen abschnittsweise. Begonnen wird mit dem Umbau zwischen Ungererstraße und Walter-Gropius-Straße. Danach folgt der Abschnitt bis zur Gertrud-Grunow-Straße. 2027 wird voraussichtlich bis zur Weimarer Straße weitergebaut, 2028 folgt der letzte Abschnitt bis zur Leopoldstraße. Das Gesamtprojekt soll voraussichtlich Mitte 2028 abgeschlossen sein.

Grundlage der Maßnahme ist das vom Mobilitätsreferat entwickelte Raumaufteilungs-Konzept. Auf dieser Basis hat das Baureferat die Ausführungsplanung erarbeitet. Der Bezirksausschuss, der Behindertenbeirat und der Städtische Beraterkreis „Barrierefreies Planen und Bauen” haben den Planungen zugestimmt und auch der „Radentscheid München” war bei den Planungen beteiligt. Mit 2,68 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit das Projekt im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.

Umleitung über Frankfurter Ring

In der ersten Bauphase des Abschnitts zwischen Ungerer- und Walter-Gropius-Straße (Südseite der Domagkstraße) wird ab Dienstag, 7. April, die Fahrbahn verengt, der Autoverkehr kann aber in beide Richtungen fahren. Auch für Radfahrer gibt es zunächst keine Einschränkungen. Fußgänger werden auf die gegenüberliegende Straßenseite geleitet.
Ab Montag, 20. April, wird der östliche Teil der Domagkstraße ab Walter-Gropius-Straße in Richtung Ungererstraße baustellenbedingt als Einbahnstraße geführt. Der Autoverkehr in Fahrtrichtung Ingolstädter Straße wird über den Frankfurter Ring, die Schenkendorfstraße und die Leopoldstraße abgeleitet. Der Radverkehr in Fahrtrichtung Ingolstädter Straße wird über die Ungererstraße, die Echinger Straße, die Grünecker Straße und die Walter-Gropius-Straße zurück auf die Domagkstraße geführt.

Busse fahren während Umbau anders

Auch die Buslinien 50, 150 und N40 in Richtung Inglostädter Straße werden ab 20. April umgeleitet: Die Busse fahren über die Ungererstraße, die Schenkendorfstraße, die Lyonel-Feininger-Straße und die Walter-Gropius-Straße. Während der Einbahnregelung in Fahrtrichtung Ost (Richtung Ungererstraße) gibt es eine Behelfshaltestelle „Zaunweg“.
Die Haltestelle „Alte Heide“ der Buslinien 50 und N40 in Fahrtrichtung Johanneskirchen wird auf die östliche Seite der Ungererstraße verlegt. Zusätzlich werden Ersatzhaltestellen an der Lyonel-Feininger-Straße/Mies-van-der-Rohe-Straße sowie in der Walter-Gropius-Straße auf Höhe Ludwig-Hilberseimer-Straße eingerichtet. Die Umleitungsstrecken und Ersatzhaltestellen werden vor Ort ausgeschildert.
Während der Bauzeit ist in den jeweiligen Abschnitten das Parken nicht möglich. Zu- und Abfahrten zu den anliegenden Grundstücken sind eingeschränkt gewährleistet.

Geld fürs „Fußvolk”

Zurzeit liegt die Nahmobilitätspauschale der Stadt München bei rund 25 Millionen Euro pro Jahr. Sie dient der Finanzierung von Projekten zur Förderung des Fußgänger- und Radfahrerverkehrs.

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