Die Idee einer Streuobstwiese im Landschaftspark gibt es bereits seit 2002. Im Oktober 2003 wurden dann die ersten 16 Apfelbäume von Mitstreitern der Lokalen Agenda 21 gepflanzt. Es waren je vier Bäume der Sorten: Roter Boskoop, Blenheim, Maunzen und Gewürzluiken. Diese robusten Sorten eignen sich besonders für Streuobstwiesen. Das Besondere an Streuobstwiesen ist, das auf relativ kleinem Raum erstaunlich viele verschiedene Arten leben: Angefangen von Käfern, Schmetterlingen, Bienen bis hin zu vielen verschiedenen Vögeln. Und Streuobstwiesen leisten noch mehr: Sie mildern Nachtfröste, dienen als Wind- und Regenschutz und spenden Schatten. Im Rahmen ihrer Klimaschutzmaßnahmen hat nun die Gemeinde Unterhaching dazu aufgerufen, die bereits vorhandene Streuobstwiese zu erweitern, und zwar um stolze 66 Bäume. Unterstützt wird die Aktion von lokalen Unternehmen wie Develey und Linde sowie der Bürgerstiftung Lebenswertes Unterhaching. Aber auch der Rammlerbräu hatte die Aktion finanziell unterstützt. Ihre Sorte „Unterhachinger Gesprächsstoff“ wurde beim Unterhachinger Bürgerfest im Juli als eine Art „Klimabier” verkauft und von jeder verkauften Flasche flossen 50 Cent in das Baumpflanzprojekt.
Ebenso haben einige Bürger zum Geldbeutel gegriffen und den ein oder anderen Baum spendiert. Die Wahl fiel dabei auf Apfelbäume der Sorten Rheinischer Bohnapfel, Danziger Kantapfel, Schöner von Herrnhut, Winterrambour und Roter Boskoop. Bürgermeister Korbinian Rausch bedankte sich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz: „Dass wir unsere Pflanzaktion in diesem Jahr fortsetzen können, zeigt, was möglich ist, wenn Gemeinde, Unternehmen und Bürgerschaft gemeinsam anpacken.“ Mit im Boot war auch eine Klasse der Deisenhofener Realschule, die die verschiedenen Apfelsorten in Plakaten beschrieben hatten und sie unter viel Beifall den Teilnehmern der Pflanzaktion vorstellten. „Mit der Erweiterung der Streuobstwiese schaffen wir nicht nur zusätzlichen Lebensraum, sondern investieren auch ganz konkret in die Zukunft unserer Gemeinde und bieten den Unterhachingerinnen und Unterhachingern künftig kostenloses Obst zum Pflücken”, freute sich Bürgermeister Rausch weiter. Sein Dank galt auch den tatkräftigen Helfern des Bauhofs und der Freiwilligen Feuerwehr, die im Vorfeld wichtige Vorarbeiten geleistet hatten und der Feuerwehr, die zum Angießen der Bäume angerückt kam. Bis die ersten Äpfel dort aber gepflückt werden können, wird es noch ein paar Jahre dauern.