Das Klinikum Landkreis Erding investiert weiter in moderne Herzmedizin und setzt damit ein klares Zeichen für Qualität und Patientensicherheit. In den vergangenen Wochen wurden im Herzkatheterlabor gleich zwei wichtige Neuerungen umgesetzt: ein neuer Linksherzkathetermessplatz, ist in Betrieb gegangen, zusätzlich wurde ein hochmodernes Gerät zur Optischen Kohärenztomographie (OCT) angeschafft. Möglich wurde der Kauf des OCT-Geräts durch die großzügige Unterstützung des Förderverein Klinikum Landkreis Erding, der 25.000 Euro beisteuerte. Die neue Herzkatheteranlage arbeitet deutlich strahlungsärmer als das bisherige System. So sind sowohl Patientinnen und Patienten als auch das medizinische Personal während der Untersuchung einer wesentlich geringeren Belastung durch ionisierende Strahlung ausgesetzt. Gleichzeitig bietet die Anlage eine verbesserte Bildqualität. Der neue Monitor ist doppelt so groß wie zuvor. Dadurch können mehrere Bildgebungsverfahren gleichzeitig angezeigt werden, etwa Ultraschalluntersuchungen oder spezielle Darstellungen aus dem Inneren der Gefäße. „Diese Investition ist eine wesentliche Verbesserung für unseren Arbeitsalltag”, erklärt PD Dr. Lorenz Bott-Flügel, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Kardiologie.
„Wir sehen mehr, während wir die Strahlenbelastung gleichzeitig auf ein Minimum reduzieren. Für meine Patienten bedeutet das maximale Diagnosesicherheit bei minimaler Belastung.” Ein zentraler Baustein dieser technischen Erneuerung ist das OCT-Gerät. OCT steht für Optische Kohärenztomographie. Dabei handelt es sich um ein besonders hochauflösendes Bildgebungsverfahren, das direkt aus dem Inneren der Herzkranzarterien Aufnahmen liefert. So können selbst kleinste Veränderungen der Gefäßwand sichtbar gemacht werden.
Für die Behandlung bedeutet das einen großen Fortschritt: Stents können noch exakter geplant und eingesetzt werden. Größe und Durchmesser lassen sich millimetergenau bestimmen. Neu ist außerdem, dass die Informationen aus verschiedenen Messverfahren wie dem intravaskulären Ultraschall und der OCT direkt mit dem Röntgenbild der Herzkatheteruntersuchung kombiniert werden. Die Bilder werden übereinandergelegt und ermöglichen so eine besonders präzise Beurteilung der Gefäßverengung und eine passgenaue Therapie. Die Kardiologie am Klinikum arbeitet damit künftig nach dem Leitgedanken der „Precision Cardiology”, also einer Herzmedizin mit höchster Genauigkeit. Mit dieser Ausstattung erreicht das Herzkatheterlabor ein Bildgebungsniveau, das längst nicht in allen Kliniken selbstverständlich ist. Bott-Flügel betont: „Gerade mit Blick auf die anstehende Krankenhausreform ist es entscheidend, dass wir hier in Erding ein leistungsfähiges Zentrum vorhalten. Wir bieten hier nicht nur eine Grundversorgung, sondern Hochpräzisionsmedizin, die den Vergleich mit großen Zentren nicht scheuen muss.”. Das Klinikum bedankt sich ausdrücklich beim Förderverein für die Unterstützung bei der Anschaffung des OCT-Geräts.