Der neue Bildungscampus Westpark kann endlich konkret geplant werden: Der Stadtrat hat den Aufstellungsbeschluss für das fast 15 Hektar große Gelände zwischen Fürstenrieder Straße und Westpark gefasst. Das bedeutet grünes Licht für den Neubau des Erasmus-Grasser-Gymnasiums, die Erweiterung des Ludwiggymnasiums, eine neue Realschule, den Neubau von Grundschulen samt Sportanlagen und ein Haus für Kinder.
Der Campus soll außerhalb der Schulzeiten für die Allgemeinheit nutzbar sein. Der Beschluss geht auf eine CSU-Initiative aus dem Jahr 2013 zurück. Um den Bildungscampus zu realisieren, war bereits im Jahr 2018 das Gelände der ehemaligen Landesgehörlosenschule mit der Stadt getauscht worden. Zuletzt wurde dieses Areal zur Unterbringung von Geflüchteten in Leichtbauhallen genutzt.
Geplant ist, das Gelände neu zu ordnen, die dort schon bestehenden Schulen zu erweitern und Teile von ihnen instandzusetzen bzw. zu sanieren. Um die Schulversorgung auf dem Campus zu sichern, ist entlang der Autobahn an der Gerty-Spies-Straße ein fünfgeschossiger Neubau für das sechszügige Erasmus-Grasser-Gymnasium geplant. Zur Fürstenrieder Straße ist ein separat stehendes Sporthallengebäude mit zwei übereinander liegenden Dreifachsporthallen vorgesehen.
Das denkmalgeschützte Gebäude des Erasmus-Grasser-Gymnasiums soll generalsaniert und zu einer fünfzügigen Realschule ausgebaut werden. Das ebenfalls denkmalgeschützte Ludwigsgymnasium wird um zwei Züge erweitert und fünfzügig ausgebaut. Die Bestandsgebäude sollen um einen viergeschossigen Erweiterungsbau an der Fürstenrieder Straße ergänzt werden, um die neuen schulischen Bedarfe unterzubringen.
Der Campusbereich südlich der Andreas-Vöst-Straße wird neu geordnet: Die zweizügige Gilm-Grundschule soll nach dem Lernhauskonzept ganztagsgerecht ausgebaut und die zugehörigen Sportflächen neu geordnet werden. Die Kindertageseinrichtung Gilmstraße 48 soll erweitert beziehungsweise durch ein Haus für Kinder mit vier Kindergarten- und drei Kinderkrippengruppen ersetzt werden.
Das derzeit auf zwei Standorte verteilte Förderzentrum München Mitte 3 soll auf einem Schulgrundstück an der Droste-Hülshoff-Straße nördlich der Autobahn zusammengeführt werden.
„Dieser Beschluss ist ein Meilenstein für die Zukunft des Schulstandorts am Westpark”, freut sich Stadträtin Veronika Mirlach (stv. CSU-Fraktionsvorsitzende). „Wir brauchen im stark wachsenden Münchner Südwesten dringend mehr Plätze für Schülerinnen und Schüler. Der neue Campus soll ein gemeinschaftlicher Ort werden, an dem Erziehung und Bildung für verschiedene Altersgruppen gelingt – und von dem auch alle Bürgerinnen und Bürger durch Grün- und Sportflächen profitieren. Als CSU haben wir über alle politischen Ebenen hinweg lange für den Bildungscampus gekämpft und begrüßen den Beschluss daher sehr.“