Veröffentlicht am 11.03.2026 12:41

Der Inbegriff von Hollywood: Filmmuseum zeigt Retrospektive zu Marilyn Monroe

Marilyn Monroe ist der Inbegriff einer Hollywood-Ikone. Über die vielen berühmten Fotos werden dabei ihr Filmwerk und ihre Schauspielkunst oft übersehen. Anlässlich des 100. Geburtstags von Marilyn am 1. Juni zeigt das Filmmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, von Freitag, 13. März, bis Samstag, 30. Mai, eine große Retrospektive mit 18 Filmen in der englischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Weitere Informationen finden sich unter der Adresse go.muenchen.de/marilyn-monroe.

Eintrittspreise

Der Eintritt kostet 5 Euro beziehungsweise 3 Euro bei Mitgliedschaft im Förderverein MFZ. Bei Überlänge wird ein Aufschlag verlangt. Der Kartenvorverkauf ist sieben Tage im Voraus online oder an der Abendkasse möglich, die 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn öffnet. Es gibt keine Reservierungen. Das Kino ist rollstuhlgerecht zugänglich und mit einer Induktionsschleife für Hörgeschädigte ausgestattet.

    Auch Jahrzehnte nach ihrem Tod ist Marilyn Monroe noch immer der Inbegriff des klassischen Hollywoodstars. Wie könnte ihre Strahlkraft auch erlöschen? Die Verheißung, die sie ausgab, war unwiderstehlich. Sie führte in eine Sphäre des überschwänglichen Vergnügens, der großherzigen Verführung und eines Lebens im Überfluss, wie es nur in Amerika denkbar war. Die Schattenseite dieses Ruhms trug ebenso viel zu ihrem Mythos bei: Ihr haftet das Image des traurigsten, tragischsten aller Hollywoodstars an.

    Sie trug ein Leuchten in ihre Filme

    Sie selbst haderte schwer mit diesem Ruhm. Zu ihrer Legende gehört, dass sie ihre eigenen Filme verachtete. Aber warum spielte sie in ihnen dann mit solch unvergleichlichem Elan? Woher kam das Leuchten, das sie in die Filme trug – wenn nicht aus einem inneren Glühen, das sie unbedingt mit der Welt teilen musste? Jedoch scheint sich ihr Ruhm unweigerlich von ihrem Werk abzulösen. Wie viele Szenen aus ihren Filmen bleiben wirklich im Gedächtnis haften? Sind es nicht eher die Blicke der Fotografen, die sie noch heute zur Ikone machen? Eve Arnold, Richard Avedon, Inge Morath, Bob Willoughby und zuletzt Bert Stern spürten ihr Verlorensein und ihre Nachdenklichkeit, ihre Willensstärke und Lebenslust auf.

    Viel Erfahrung vor der Kamera gesammelt

    Aber wenn sich ihr Geburtstag am 1. Juni zum einhundertsten Mal jährt, ist das die ideale Gelegenheit, sie der Legende zu entreißen und wieder in ihrem eigentlichen Medium zu entdecken. Die Filmreihe setzt ein, als sie bereits erkleckliche Erfahrung vor der Kamera gesammelt und als Vertragsschauspielerin die übliche Ausbildung in Schauspiel, Gesang und Tanz absolviert hatte.

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