Der von der Stadtteilhistorikerin Karin Bernst gestaltete Jahreskalender des Geschichtsvereins NordOstKultur steht diesmal unter dem Motto „Bogenhausener Ansichten - Der Stadtbezirk auf alten und neuen Ansichtskarten”. Der Kalender erscheint heuer zum 27. Mal.
1865 wurde in Preußen die sogenannte „Offene Karte“, auch „Drucksachenkarte“ genannt, als offen versandte Mitteilung eingeführt. Sie gilt als Vorläufer der Postkarte in Deutschland, doch man nutzte sie zunächst nur selten für private Zwecke. Um 1900 setzte sich dann die Ansichtskarte für den allgemeinen Gebrauch durch.
Postkarten dienten auch dazu, Landschaften, Städte, Häuser und Menschen auf Karton festzuhalten. Ob eine Sehenswürdigkeit, der Wohnort, das eigene Haus oder die eigene Familie: Sie wurden fotografiert, gemalt oder gezeichnet und anschließend gedruckt. Ob man die Karte zur Erinnerung behielt oder verschickte, blieb dem Besitzer selbst überlassen. Bei älteren Postkarten ist die Rückseite mit einem Adressfeld belegt. So verwendete man für die Nachrichten die Vorderseite der Ansichtskarte.
Erhältlich ist der Kalender für 6,50 Euro an folgenden Orten: